Bauindustrie

Durchsuchungen bei der Porr und an fünf Standorten der Strabag

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© Peter Martens

Derzeit finden in fünf österreichischen Niederlassungen des Bauunternehmens Strabag Hausdurchsuchungen statt, teilte das Unternehmen selbst mit. Ermittelt werde der Staatsanwaltschaft zufolge wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen.

Es geht um Bauprojekte bis 2015

Die heutige Aktion stehe im Zusammenhang mit Durchsuchungen, die im Mai 2017 bei zahlreichen österreichischen Bauunternehmen erfolgten. Im Fokus seien Projekte in Österreich aus den Jahren 2006-2015. Der größte Teil beziehe sich auf den Verkehrswegebau "bei einer Reihe österreichischer Bauunternehmen".

Aufgrund des laufenden Verfahrens wolle die Strabag vorerst keine weiteren Auskünfte erteilen, aber das Unternehmen "bekennt sich zu einer raschen Aufklärung der von den Behörden vorgebrachten Verdachtsmomente" und "unterstützt selbstverständlich weiterhin die Ermittlungen der Behörden und wird im Fall von nachgewiesenem Verschulden angemessene Konsequenzen ziehen", so der Konzern. Das hauseigene Compliance-System untersage Preisabsprachen ausdrücklich.

Hausdurchsuchungen auch bei Porr

Von den Hausdurchsuchungen ist auch der Baukonzern Porr betroffen. "Wir bestätigen, dass die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gestern auch bei mehreren Standorten der Teerag-Asdag und der Porr Hausdurchsuchungen durchgeführt hat", so der zweitgrößte heimische Baukonzern laut einem Bericht des "Kurier".

Die Hausdurchsuchungen stünden im Zusammenhang mit den seit 2017 laufenden Ermittlungen gegen eine Vielzahl in Österreich ansässiger Bauunternehmen wegen des Vorwurfs rechtswidriger Absprachen - vorwiegend in den Bundesländern Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich. Porr kooperiert nach eigenen Angaben mit den Ermittlungsbehörden und untersuche die Vorwürfe intern gemeinsam mit einer Rechtsanwaltskanzlei. (apa/red)