Maschinenbau

Dank Investitionsprämie: Palfinger investiert in neue Projekte

Palfinger Klauser
© Palfinger

Der börsennotierte Salzburger Kranhersteller Palfinger AG wird in den kommenden Monaten rund 40 Mio. Euro investieren. Die Summe soll in insgesamt zehn Vorhaben fließen und wird durch die Investitionsprämie des Bundes mit 3,2 bis 3,5 Mio. Euro gefördert. Die Mittel werden in den Bereichen Standortstärkung, Digitalisierung und Ökologisierung eingesetzt und sollen mit dazu beitragen, das Unternehmen an der Weltspitze zu halten.

"Die Investitionen sind schon vor der Krise geplant gewesen. Die Investitionsprämie des Bundes ermöglicht es uns, dass wir jetzt mehr Projekte schneller umsetzen", erklärte Palfinger-CEO Andreas Klauser bei einer Pressekonferenz. So sei rund ein Drittel der Investitionen nun vorgezogen worden. "Das bedeutet für die Region einen unmittelbaren Konjunkturimpuls mit Beginn der Arbeiten im Februar 2021."

20 Mio. Euro werden in den Ausbau des Standorts Lengau (OÖ) an der Landesgrenze zu Salzburg fließen - etwa in die Erneuerung eines Bearbeitungszentrums, eine neue Instandhaltungshalle oder energieeffizientere Strahl- oder Laseranlagen. Drei Millionen Euro sind für die Produktwelt "Palfinger World" reserviert, der Neubau des Lehrlings- und Weiterbildungszentrums "Palfinger Campus" soll 3,7 Mio. Euro kosten.

"Wir schaffen 200 top ausgestattete Lehrplätze, die sich auf Digitalisierung und Software-Entwicklung sowie Industrie 4.0 konzentrieren", sagte Klauser. Dazu zähle auch eine neue Lehrlingswerkstatt für Additive Fertigung, Assistenzsysteme und digitale Arbeitswelten. Neben leistungsfähigeren Produkten wolle sich der Hersteller etwa auf Effizienz und Sicherheit konzentrieren - und digitale Lösungen, die etwa virtuelle Services an Produkten oder virtuelle Produktübergaben ermöglichen.

Am Standort Köstendorf im Salzburger Flachgau wird der Prototypenbau erweitert und das Forschungs- und Entwicklungszentrum ausgebaut. Die Covid-19-Krise habe man bisher gut überstanden, erklärte Klauser. "Die Auftragsbücher für das erste Quartal 2021 schauen sehr gut aus, darüber hinaus ist die Sicht aber noch eingeschränkt."

Mit seiner Investition stärke Palfinger den Industriestandort Österreich und sorge für einen starken Konjunkturimpuls, erklärte auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). Gerade jetzt sei es wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Unternehmen weiter arbeiten können. "Die Wettbewerbsfähigkeit ist wichtig. Die Wirtschaft steht nicht still. Andere Märkte außerhalb Europas erholen sich rasch, darum ist es wichtig, dass die Unternehmen in Österreich investieren können", sagte die Ministerin. (apa/red)