Coronafonds der EU

190 Milliarden Euro für Italien - 3 Milliarden Euro für Österreich

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© Porto di Trieste

Italien rechnet dank der Umsetzung seines mit EU-Geldern finanzierten EU-Wiederaufbauprogramms mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 3 Prozent pro Jahr. Das Wachstum könnte bei Umsetzung mehrerer struktureller Reformen noch höher ausfallen, die die Regierung mit dem "Recovery Plan" finanzieren will, berichtete der italienische Wirtschaftsminister, Daniele Franco, bei einer Ansprache vor dem Parlament.

Im Rahmen des "Recovery Plan" wird Italien 191,5 Milliarden Euro aus Brüssel erhalten. 13 Prozent dieses Betrags soll bereits Ende des Sommers verfügbar sein, berichtete der Wirtschaftsminister. Das definitive Konzept des "Recovery Plan" muss bis Ende April in Brüssel eingereicht werden. Die endgültige Überarbeitung des Entwurfs werde im Dialog mit der EU-Kommission erfolgen, aber auch die Vorschläge des Parlaments würden berücksichtigt.

"Die Zeit ist knapp: Wir haben weniger als zwei Monate Zeit, um den Plan fertigzustellen", mahnte Franco. Dies sei eine "ehrgeizige Herausforderung", auch weil die tatsächliche Ausschüttung der EU-Gelder von der Erreichung von Zwischen- und Endzielen abhänge, die "sofort klar, realistisch und überprüfbar definiert" werden müssten, sagte der Minister.

Vergleich zu Österreich

Zum Vergleich: Auch Österreich könnte aus diesem Programm Geld bekommen - allerdings maximal drei Milliarden. Das entspricht weniger als einem halben Prozent. Details dazu: EU-Länder stimmen gigantischem Autobaufonds zu >>

Das Geld aus Europa solle vor allem in jene Wirtschaftssektoren investiert werden, die auch in Zukunft Wachstum bringen werden: in die ökologische und die digitale Transition. Die drei Leitlinien des Plans seien Digitalisierung, ökologischer Wandel und soziale Gerechtigkeit. (apa/red)