Oberösterreich

Zwei neue Chefs und Umsatzrekord bei Global Hydro

Der Mühlviertler Hersteller von Technologie für Kleinwasserkraft meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr einen neuen Umsatzrekord. Neu in der Geschäftsführung sind Richard Frizberg aus der Eigentümerfamilie und Bernhard Kodre.

ie Kleinwasserkraft-Technologiefirma Global Hydro in Niederranna im Mühlviertel hat zwei neue Chefs. An der Spitze stehen neben dem bisherigen Geschäftsführer Heinz Peter Knaß nun Richard Frizberg aus der Eigentümerfamilie und Bernhard Kodre, zuständig für operative Entwicklung. Sie haben nun in Linz die Bilanz für 2018/19 präsentiert, die mit 53,6 Mio. Euro einen neuen Umsatzrekord zeigt.

Hohes Umsatzwachstum dank größerer Projekte

In den vergangenen vier Jahren verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzzuwachs von rund 55 Prozent, so die Zahlen der Presseunterlagen. Als Ursache nannte Knaß die technologische Weiterentwicklung, weshalb man in der Lage sei, "größere Projekte abzuwickeln, die nicht mehr ausschließlich im Segment der Kleinwasserkraft-Technologie beheimatet sind. Dies führt natürlich zu höheren Volumen bei Einzelaufträgen".

Weiterer Grund sei auch die Kundennähe auf den internationalen Märkten durch eigene Global-Hydro-Standorte. So sei es gelungen, auf dem derzeit "durchaus herausfordernden türkischen Markt" den Auftragsstand zu halten. "Und dies, obwohl die staatlichen Förderungen für Kleinwasserkraftprojekte streng an die Bedingung geknüpft wurden, großteils mit türkischen Zulieferbetrieben zu arbeiten und dies durch Zertifizierung belegen zu können. Diese Hürde wäre ohne lokale Präsenz nicht zu nehmen gewesen, ist der Geschäftsführer überzeugt.

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Sieben Tochterunternehmen in über 35 Ländern

Global-Hydro ist mit sieben Tochterunternehmen in über 35 Ländern tätig, der Exportanteil beträgt 95 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter wurde im März 2019 abgelaufenen Geschäftsjahr von 200 auf 210 aufgestockt.

Das Unternehmen ist überwiegend im Eigentum der Familie Frizberg (60 Prozent) sowie Finanzinvestoren und der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich über deren Beteiligungsgesellschaft Invest AG und den OÖ-Beteiligungsfonds. Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner ist seit 2018 Mitglied des Gesellschafterbeirates und hilft vor allem bei der Bearbeitung der internationalen Märkte. (apa/red)

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