Insolvenz

Zwei Insolvenzen aus Luftfahrtbranche in Wiener Neustadt

Der Wiener Neustädter Privatjet-Vercharterer Skyline Aviation ist zahlungsunfähig. Auch die bulgarische Schwestergesellschaft meldet Konkurs an.

Luftfahrtindustrie Insolvenzen Standort Niederösterreich

Am Landesgericht Wiener Neustadt sind nach KSV-Angaben zwei Insolvenzen aus der Luftfahrtbranche eröffnet worden: Betroffen sind die Skyline Aviation GmbH mit einem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung und die Skyline Aviation Bulgaria GmbH mit einem Konkursverfahren. Im ersten Fall gibt es 15 Gläubiger und acht Dienstnehmer, im zweiten sind es zwei Gläubiger.

Unternehmensgegenstand der Skyline Aviation ist laut Kreditschützern das Verchartern von Privatflugzeugen. 2018 wurden nach Eigendarstellung acht Maschinen betreut, die jedoch nicht im erwarteten Maße nachgefragt worden seien. Ende des vergangenen Jahres seien es nur mehr drei Flugzeuge gewesen. Es sei zu Verlusten gekommen. Die Situation habe sich verschärft, als Wartungsarbeiten länger als geplant gedauert hätten bzw. sich deren Beginn verzögert habe. Wegen Überschneidungen sei für einen Zeitraum von zweieinhalb Monaten gar kein Flugzeug zur Verfügung gestanden.

Die Passiva betragen nach Schuldnerangaben 886.000 Euro. Den Gläubigern wird die gesetzliche Mindestquote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren ab Annahme geboten. "Es ist beabsichtigt, das Unternehmen fortzuführen, um die Sanierungsplanquote aus eigener Kraft zu erwirtschaften", berichteten KSV und AKV.

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Die Skyline Bulgaria sei gegründet worden, um im Rahmen einer Kooperation in Bulgarien tätig zu werden. Die Gesellschaft habe Verträge mit Flugzeughaltern abgeschlossen, wobei das operative Geschäft von der Skyline Aviation abgewickelt worden sei. Verbindlichkeiten, die von der Schwestergesellschaft nicht mehr bedient werden konnten, hätten die zweite Insolvenz zur Folge gehabt. Bei beiden GmbH fungiert Robert Plhak als alleiniger Geschäftsführer und Gesellschafter. (apa)