Windkraftindustrie

Zuwächse bei Nordex: Coronakrise als Chance

Für den deutschen Windanlagenbauer Nordex bringt die Coronakrise neue Einnahmen: Heuer soll der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel auf 4,4 Milliarden Euro steigen. In zwei Jahren erwartet Nordex sogar fünf Milliarden Euro Umsatz.

Der deutsche Windanlagen-Hersteller Nordex wittert in der Coronakrise die Chance auf bessere Geschäfte und setzt sich für 2020 und die kommenden Jahre neue Ziele. Heuer soll der Konzernumsatz rund 4,4 Mrd. Euro erreichen, teilte das Unternehmen überraschendabend in Hamburg mit. Für 2021 erwartet Nordex-Chef José Luis Blanco nun eine positive Entwicklung und peilt für 2022 Erlöse von 5 Mrd. Euro an. 2019 hatte Nordex einen Umsatz von 3,3 Mrd. Euro erzielt.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll nach einem Rückgang im laufenden Jahr bis 2022 deutlich zulegen. So erwartet die Nordex-Führung, dass 2020 nur rund 2 Prozent der Erlöse als EBITDA beim Unternehmen hängen bleiben. 2019 hatte die EBITDA-Marge mit 3,8 Prozent fast doppelt so hoch gelegen. Im Jahr 2022 soll die Kennzahl nun auf 8 Prozent steigen. Der Vorstand hatte seine ursprüngliche Prognose für 2020 angesichts der Pandemie Anfang Mai zurückgezogen. Auch die neue Prognose unterliege einer größeren Unsicherheit als unter normalen Umständen, hieß es. (dpa/apa/red)