Finanzen

Zumtobel will Abschlussprüfer KPMG behalten - Behörde legt sich quer

Der Vorarlberger Leuchtenkonzern will sich weiter von KPMG prüfen lassen - doch laut der Aufsichtsbehörde für Abschlussprüfungen liegen Gründe dagegen vor. Die Behörde hat die Bestellung eines anderen Prüfers beantragt - Zumtobel wehrt sich.

Der börsennotierte Vorarlberger Leuchtenkonzern Zumtobel liegt mit der Abschlussprüferaufsichtsbehörde APAB im Clinch über den vom Unternehmen mehrfach bei Hauptversammlungen bestellten Abschlussprüfer KPMG. Die APAB sieht einen formalen Ausschlussgrund und beantragte beim Landesgericht Feldkirch die Bestellung eines anderen Prüfers. Zumtobel sieht sich aber, gestützt auf zwei Gutachten, im Recht.

"Wir sind der Meinung, dass die im Jahr 2015 erfolgte Ausschreibung für den Abschlussprüfer und die anschließende Bestellung formal richtig erfolgt sind", so sagte Emanuel Hagspiel, Leiter für Investor Relations, zur APA: "Zwei von uns eingeholte unabhängige Rechtsgutachten bestätigen unsere Rechtsmeinung."

Der Zumtobel-Vorstand vertritt die Rechtsansicht, dass die - durch mehrere Hauptversammlungen seit 2015 - erfolgte Wahl des Abschlussprüfers und dessen Bestellung in Übereinstimmung mit allen gesetzlichen Vorgaben erfolgt ist, hieß es in einer Aussendung. Diesen Rechtsstandpunkt werde Zumtobel im Verfahren vor dem LG Feldkirch daher entsprechend vertreten. Wie rasch das Gericht entscheiden werde, lasse sich nicht abschätzen, sagte Hagspiel. (apa/red)

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