Windkraft

Zuliefererindustrie: Österreicher auf hoher See

Zahlreiche Offshore-Windparks greifen auf Know-how aus Österreich zurück. Die Kapazitäten der Anlagen werden kontinuierlich ausgebaut. Allein im Vorjahr wurden europaweit 560 neue Windräder errichtet.

Noch nie wurden so viele Windräder am Meer errichtet wie im Vorjahr. Davon profitieren auch österreichische Unternehmen. 

Österreich als Hochtechnologieland kann auch im Bereich der Offshore-Technologie am Weltmarkt ganz vorne mitspielen.

In mehr als der Hälfte der 2017 errichteten Windräder am Meer sind Kräne des Salzburger Unternehmens Palfinger installiert. In einem Viertel aller Offshore-Windräder steckt eine Kupplung der Firma Geislinger, die in Bad St. Leonhard in Kärnten produziert werden. Das Siemens Transformatorenwerk in Weiz ist der weltweit größte Produktionsstandort von Transformatoren für schlüsselfertige Offshore-Windparks. Das Werk ist mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent bei Offshore-Windparks Marktführer in dieser Branche.

Boom mit Ablaufdatum?

Europaweit wurden im Vorjahr 560 neue Windräder am Meer errichtet. Damit konnte der Ausbau der Offshore-Windenergie um 50 Prozent und die Gesamtleistung der Anlagen um 25 Prozent auf 15.780 MW gesteigert werden. 

Allerdings ist der Offshore-Windenergiemarkt noch stärker konzentriert als jener an Land. Betrachtet man die Gesamtleistung stehen allein in Großbritannien und Deutschland mehr als drei Viertel der gesamten Windkraftleistung am Meer. Der Ausbau 2017 fokussierte sich mit 93 Prozent sogar noch deutlicher auf diese beiden Länder.

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„Der Ausbaurekord war auch der Tatsache geschuldet, dass einige Windparks noch Einspeisetarife bekommen konnten“, erklärt Giles Dickson, Geschäftsführer des europäischen Windenergiedachverbandes WindEurope. In Europa stellen gerade einige Länder das Fördersystem für den Windkraftausbau um. Ob der Unsicherheit der Funktionstüchtigkeit der neuen Systeme, versuchen viele Betreiber ihre Projekte noch in alten Fördersystemen umsetzen zu können. (red)

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