Standort

Zulieferer Pollmann will am Automotive-Kuchen in Mexiko mitnaschen

Mexiko gilt als der zurzeit am stärksten wachsende Automotive-Markt der Welt. Deshalb baut der Waldviertler Automobilzulieferer Pollmann dort einen neuen Produktionsstandort. Einen Großauftrag für zwei amerikanische Hersteller hat Pollmann bereits in der Tasche.

Nach Tschechien, USA und China setzt Pollmann seinen Expansionskurs fort und errichtet eine weitere Produktionsstätte in Mexiko, einem der am „stärksten wachsenden Automotive-Märkte der Welt“, so Pollmann. Der Zulieferer investiere dafür vorerst elf Millionen Dollar, erklärt Pollmann-Geschäftsführer Herbert Auer.

Pollmann verfügt nun über zwei Standorte im NAFTA-Raum: Während sich der Standort USA in der Nähe von Chicago auf hochautomatisierte Bauteile in den Bereichen Door, Engine, Powertrain und e-Mobility spezialisiert, liegt das Augenmerk in Mexiko auf den manuellen Prozessen für große Schiebedachmechaniken und Türschlösser. 

Ab Herbst diesen Jahres soll ein Produktions- und Bürogebäude stehen, in fünf Jahren will Pollmann mit etwa 200 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 20 Millionen Dollar erreichen. Für Bauteile und Baugruppen, die hier gefertigt werden, sind die Technologien Stanzen, Spritzgusstechnik und Montage erforderlich. Mit sogenannten integrierten Fertigungs-Einheiten und vernetzten Produktionssystemen geht Pollmann auch in Mexiko Richtung Industrie 4.0.

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„Das Unternehmen wurde bereits gegründet, die Planung des Gebäudes ist fertig, und vom
Schiebedach-Hersteller Inalfa ist bereits ein Großauftrag für zwei amerikanische Autohersteller an Bord. Jetzt muss alles schnell gehen“ so Auer. Die ersten Bauteile sollen im Jänner 2018 ausgeliefert werden.