Autozulieferer

Zulieferer Marquardt: Produktion in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig

Der süddeutsche Autozulieferer Marquardt verlagert etwa 600 Arbeitsplätze ins Ausland, weil der Kostendruck in Deutschland "zu massiv" geworden sei. Auch das Entgegenkommen der eigenen Mitarbeiter habe das zuletzt nicht ausgleichen können, so das Familienunternehmen mit 11.000 Mitarbeitern.

Der baden-württembergische Autozulieferer Marquardt will in den nächsten zwei Jahren bis zu 600 Stellen ins Ausland verlagern. "Besonders am Standort Deutschland stehen wir bereits seit mehreren Jahren unter massivem Kostendruck", sagte ein Sprecher des Unternehmens diese Woche.

"Zwar haben wir dagegen schon viele Maßnahmen eingeleitet, nicht zuletzt auch durch Zugeständnisse aus der Belegschaft. Trotzdem können wir hier viele Produkte nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren und sind zwischenzeitlich in die Verlustzone gerutscht."

Die Reduzierung der Arbeitsplätze an den deutschen Standorten ist Teil eines zu Beginn des Jahres gestarteten Effizienzprogramms. Sie werde im engen Dialog mit dem Betriebsrat sozialverträglich gestaltet, sagte der Sprecher weiter. Zuvor hatten unter anderem der "Südkurier" und die "Stuttgarter Zeitung" berichtet.

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Firma produziert Schalt- und Bediensysteme

Der Zulieferer Marquardt produziert Schalt- und Bediensysteme, die in Fahrzeugen, aber unter anderem auch in Haushaltsgeräten zum Einsatz kommen. Für das Familienunternehmen arbeiten weltweit mehr als 11.000 Mitarbeiter an 20 Standorten. Der Umsatz lag nach Angaben von Marquardt im vergangenen Jahr bei 1,3 Mrd. Euro. (dpa/apa/red)

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