Autozulieferer

Zulieferer Mahle: Betriebsräte kämpfen gegen Kündigungen und Werkschließung

Der deutsche Autozulieferer Mahle hat einen massiven Stellenabbau sowie die Schließung eines Werks angekündigt. Der Betriebsrat will jetzt betriebsbedingte Kündigungen bis 2025 ausschließen. Der Zulieferer hat weltweit knapp 80.000 Mitarbeiter.

Nach einem angekündigten Stellenabbau beim deutschen Autozulieferer Mahle will der Betriebsrat betriebsbedingte Kündigungen bis 2025 ausschließen. Das soll Teil einer neuen Beschäftigungssicherung sein, die derzeit verhandelt wird, wie aus einem Papier des Gesamtbetriebsrats hervorgeht, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt (dpa). Die aktuelle Beschäftigungssicherung läuft bis Ende des Jahres.

Verhandlungen zu einem schwierigen Zeitpunkt

Die Verhandlungen für eine neue Vereinbarung, die für die gut 13.000 Mitarbeiter in Deutschland gelten soll, sind gerade angelaufen. Sie kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Erst vor wenigen Monaten hatte Mahle angekündigt, bis Ende 2020 an den Stuttgarter Standorten rund 380 von 4.300 Stellen zu streichen und das Werk in Öhringen mit rund 240 Beschäftigten ganz zu schließen. Während die Stellen in Stuttgart über Altersteilzeit-und Aufhebungsverträge abgebaut werden sollen, hatte Mahle in Öhringen als letztes Mittel betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Zu den aktuellen Verhandlungen wollte sich eine Firmensprecherin nicht äußern.

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Weltweit hat Mahle rund 79.600 Mitarbeiter

Mahle stellt herkömmliche Motorkomponenten wie Kolben, aber auch Filter und Pumpen für den Verbrennungsmotor her, setzt aber zunehmend auch auf Teile für Elektroautos. Vor allem ein schwächelnder Markt in China, sinkende Marktanteile beim Diesel und die weltweiten Handelskonflikte machen Mahle zu schaffen. Weltweit hat Mahle rund 79.600 Mitarbeiter. (dpa/apa/red)

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