Photovoltaik

Zukunft von Solarworld: Die Gläubiger stimmen ab

In Bonn stimmen die Gläubiger über den Verkauf der Werke von Solarworld. Eine neu gegründete Gesellschaft unter der Führung des Firmengründers Frank Asbeck will die Werke kaufen - mit Geld aus Katar.

Drei Monate nach dem Insolvenzantrag hat in Bonn eine Gläubigerversammlung des insolventen Solarkonzerns Solarworld begonnen. Die Gläubiger stimmen über den Verkauf der beiden deutschen Solarworld-Werke im sächsischen Freiberg und im thüringischen Arnstadt sowie die Fortführung mit noch 475 Arbeitsplätzen ab.

Kaufinteressent ist eine neu gegründete Gesellschaft unter Führung des einstigen Solarworld-Gründers Frank Asbeck. Das Geld für das Geschäft soll aus Katar kommen.

Sollten die Gläubiger ihre Zustimmung mehrheitlich verweigern, müssten die allermeisten der noch rund 1.700 Solarworld-Beschäftigten in Deutschland Mitte der nächsten Woche unwiderruflich freigestellt und später gekündigt werden, wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters erklärte.

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Nur kleine Abwicklungsmannschaften an den Standorten würden etwas länger bleiben. Insolvenzverwalter Horst Piepenburg befürwortet den Verkauf. Fachleute zeigten sich vorsichtig optimistisch, dass eine Einigung gelingen könnte. (dpa/apa/red)

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