Bahnindustrie

Zugsparte rettete Bombardier vor der Pleite - nach Problemen mit Fliegern

Die Entwicklung neuer Flugzeuge brachte den kanadischen Konzern vor zwei Jahren an den Rand einer Pleite - während die Bahnsparte bis heute für Milliardenumsätze sorgt. "2018 wird ein ausschlaggebendes Jahr für Bombardier", sagt nun Konzernchef Alain Bellemare.

Bombardier kann vor allem mit seinen Zügen punkten. Dank Zuwächsen und Verbesserungen bei der Gewinnmarge in dieser Sparte legte der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) des kanadischen Konzerns zum Jahresende um 50 Prozent auf 304 Mio. Dollar (245 Mio. Euro) zu.

Der Umsatz kletterte den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal um acht Prozent auf 4,72 Mrd. Dollar. Allein 2,49 Mrd. davon kamen von der Zugsparte, ein Anstieg um 28 Prozent.

Massiver Konzernumbau

Bombardier steckt mitten in einem auf fünf Jahre angelegten Umbau. Auch durch Kostensenkungen will Vorstandschef Alain Bellemare den Flugzeug- und Eisenbahnbauer bis 2020 wieder in die Spur bringen. Hohe Investitionen in zwei neue Flugzeugprogramme hatte den Konzern 2015 an den Rand der Pleite getrieben.

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"2018 wird ein ausschlaggebendes Jahr für Bombardier", sagte Bellemare. "Wir verlassen die Investitionsphase und starten eine große Wachstumsphase."

Die Partnerschaft bei dem Kurz- und Mittelstreckenflugzeug CSeries mit Airbus solle in diesem Jahr vollzogen werden. Im Oktober hatte Bombardier die Mehrheit an dem Programm für einen symbolischen Preis an den europäischen Flugzeugbauer verkauft, um Zweifel an der Zukunft der Modellreihe und die Auftragsflaute zu überwinden. (reuters/apa/red)

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