Stahlindustrie

Zink wird sehr teuer, Stahl auch - wegen China

Die gute Baukonjunktur Chinas treibt den Preis für Zink auf ein Zehnjahreshoch. Weil das Metall eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Stahl spielt, treiben Finanzfirmen geraade auch die Stahlpreise massiv nach oben.

In der Hoffnung auf eine anhaltend starke Nachfrage aus China decken sich Anleger mit Zink ein. Der Preis des zur Stahl-Herstellung benötigten Metalls stieg zuletzt um 2,3 Prozent auf ein Zehn-Jahres-Hoch von 3.029 Dollar (2.579 Euro) je Tonne.

Andere Industriemetalle waren ebenfalls gefragt. So verteuerte sich Kupfer um 1,3 Prozent auf 6.461 Dollar. "Zu Jahresbeginn waren wir skeptisch, ob die angekündigten chinesischen Infrastrukturprojekte so umgesetzt werden wie geplant", sagte Analyst Daniel Hynes von der ANZ Bank. "Inzwischen wachsen die Immobilien-Investitionen aber schneller als gedacht."

Auch Stahlpreise steigen massiv

Vor diesem Hintergrund verteuerte sich Stahl seit Jahresbeginn um knapp 60 Prozent. Bei Eisenerz summiert sich das Plus auf etwa 20 Prozent.

Im Windschatten der Rally am Rohstoffmarkt legten auch die Papiere der Bergwerksbetreiber zu. In London gewannen die Akiten von Anglo American, Antofagasta, BHP Billiton, Fresnillo, Glencore und Rio Tinto bis zu 2,6 Prozent.  (reuters/apa/red)

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