Zuliefererindustrie

ZF-Friedrichshafen-Chef Sommer freut sich über Trump

Vor allem für die Autobranche könnte die Wahl Donald Trumps positive Impulse bringen, findet ZF-Friedrichshafen-Chef Stefan Sommer. Der europäische Markt sei viel unsicherer.

"Unter Trump ist anzunehmen, dass die USA zunächst mal aus der Automobilsicht ein relativ konservativer Markt bleiben", sagte Stefan Sommer mit Blick auf einen möglichen weltweiten Schwenk zur E-Mobilität. "Europa ist für uns die größte Unsicherheit im Bereich der Emissionsgesetzgebung." Denn unklar sei, ob die Regulierung auf europäischer Ebene stattfinde oder in die großen Stadtzentren delegiert werde. China hingegen sei deutlich verlässlicher.

Ein plötzlicher Schwenk zur Elektromobilität hätte für den mit Getrieben groß gewordenen Zulieferer dramatische Auswirkungen. Denn Elektroautos brauchen kein Getriebe - damit wären die Kernprodukte von ZF in Gefahr.

Würde der Schalter vom Verbrennungsmotor auf Elektroautos von heute auf morgen umgelegt, fielen nach den Worten Sommers bei ZF und Hunderten Zulieferern weltweit mehr als 100.000 Arbeitsplätze weg. "Wir sehen das aber nicht als Bedrohung", sagte Sommer. Denn der Weg dahin sei noch lang. Verbrennungsmotoren werde es noch ein bis eineinhalb Dekaden geben. In den nächsten fünf bis zehn Jahre seien eher positive Impulse für die Beschäftigung zu erwarten. Zuletzt hatte ZF weltweit rund 135.000 Mitarbeiter. (apa/dpa)

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