Baustoffe

Zementriese LafargeHolcim plant heuer fünf bis zehn Zukäufe

Der Schweizer Weltmarktführer bei Baustoffen will allein heuer fünf bis zehn Zukäufe tätigen. Der Konzern ist im Vorjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Der Schweizer Zementriese LafargeHolcim will das Zukaufstempo verschärfen. Der Weltmarktführer peilt 2019 doppelt so viele kleinere Übernahmen an wie im Vorjahr, wie Konzernchef Jan Jenisch auf der Bilanzpressekonferenz sagte. 2018 übernahm der Weltmarktführer vier Firmen in den Bereichen Transportbeton und Zuschlagsstoffe.

"Ich wäre zufrieden, wenn wir im laufenden Jahr fünf bis zehn Deals hätten", sagte der Deutsche mit Blick auf Unternehmen mit einem Umsatz von 20 bis 150 Millionen Franken (bis zu 132 Mio. Euro). Im Vordergrund stünden dabei Märkte wie die USA oder Europa.

Gleichzeitig arbeite LafargeHolcim auch an Verkäufen von Unternehmensteilen. Er hoffe, dazu in den kommenden Monaten Ankündigungen machen zu können. Medienberichten zufolge prüft das Unternehmen etwa einen Verkauf des Geschäfts auf den Philippinen. Im November hatte der Zürcher Konzern seine Beteiligung in Indonesien abgestoßen. LafargeHolcim will mit den Transaktionen insgesamt mehr als 2 Mrd. Franken erlösen und damit die Verschuldung abbauen.

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Im Tagesgeschäft nahm der Konzern 2018 nach einem schwierigen Start im Jahresverlauf Fahrt auf, der bereinigte Umsatz wuchs um 5,1 Prozent auf 27,5 Mrd. Franken. Unter dem Strich verdiente LafargeHolcim 1,5 Mrd. Franken. 2017 hatten Wertberichtigungen auf Übernahmen in der Vergangenheit einen Verlust von 1,7 Mrd. Franken hinterlassen.

LafargeHolcim bestätigte den Ausblick. Im laufenden Jahr will die 2015 aus der Schweizer Holcim und der französischen Lafarge hervorgegangene Firma den Umsatz um drei bis fünf Prozent steigern. Jenisch ergänzte, dass diese Messlatte angesichts der bestehenden Wachstumsdynamik konservativ sei. Auch Rivale HeidelbergCement hatte sich zuletzt zuversichtlich zum laufenden Jahr geäußert. (reuters/apa/red)