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Zeit, den Sprung zu wagen!

Zugegeben: An meinem Vorhaben, einen BMW i3 von der Redaktion in Wien an seinen Geburtsort, das Werk in Leipzig, zu fahren, bin ich gnadenlos gescheitert. Aber: E-Fahrzeuge sind für den lokalen Pendelverkehr längst alltagstauglich und über den Lebenszyklus günstiger als Verbrenner.

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Zugegeben: An meinem Vorhaben, einen BMW i3 von der Redaktion in Wien an seinen Geburtsort, das Werk in Leipzig, zu fahren, bin ich gnadenlos gescheitert. Inaktive oder blockierte Ladestationen, falsche Informationen über vorhandene Steckerarten, die ungenauen Angaben von Reichweiten, ein reichlich intransparentes Abrechnungssystem und zu guter Letzt ein einzelner Streckenabschnitt, der unmöglich ohne Stromtanke zu schaffen war, ließen mich schon an der bayrischen Grenze das Handtuch werfen.

Das Gefühl der Freiheit – immer und überall mobil zu sein – ist ein wesentlicher Impuls für die automobile Kaufentscheidung. Und diesen Anreiz bieten Stromer derzeit noch nicht.

Doch wer einmal das Beschleunigungspedal eines Stromers getreten hat, der weiß, welch Fahrvergnügen E-Motoren (mit einem Wirkungsgrad von 97 Prozent) bereiten. Und nicht nur das Bauchgefühl wird von Stromern bedient, sondern auch der Kopf: E-Fahrzeuge sind für den lokalen Pendelverkehr längst alltagstauglich und über den Lebenszyklus günstiger als Verbrenner. Für Unternehmen, die in ihrer Flotte Fahrzeuge für regelmäßige, planbare Fahrten von weniger als 100 Kilometern bereithalten, lohnt sich der Umstieg letztlich auch finanziell. Es wird Zeit, den Sprung zu wagen!

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