Produktionsstätten

Zahlreiche Unsicherheiten bei einigen Voestalpine-Werken

Die Voest ist derzeit im Dauergerede: Die Werke in Kapfenberg, Texas und Mexiko stehen derzeit im Fokus der Berichterstattung.

Die Voestalpine sieht sich mit US-amerikanischen Strafzöllen konfrontiert, was Konzernchef Wolfgang Eder mit Gelassenheit quittiert: „Das ist ein Randaspekt im großen Spiel, das derzeit abläuft“, erklärt er. So gelassen reagiert er aber wohl nicht unbedingt auf die Tatsache, dass bei der Errichtung des Werks für Eisenschwamm im Süden der USA erhebliche Mehrkosten entstanden sind. Es ist möglich, dass die Kosten die Ein-Milliarden-Dollar-Grenze überschreiten.

Auch die Zahlen zu Umsatz und Gewinn des Unternehmens bringen keinen Grund zur Freude. So hat sich etwa der Gewinn des heimischen Industriekonzerns im ersten Halbjahr fast halbiert - vor allem wegen der Einmaleffekte im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Derzeit setzen den Sparten für Stahltechnologien und Spezialstahl die Rückgänge in der Ölindustrie wegen des eingebrochenen Ölpreises besonders zu.

Kapfenberg und Mexiko - welche Werke kommen noch?

Während Wolfgang Eder erst "in der zweiten Jahreshälfte 2017" entscheiden will, ob das geplante Edelstahlwerk in der Steiermark gebaut wird, scheint ein neues Werk in Mexiko wahrscheinlicher zu sein. Zumindest soll die Entscheidung zum Werk in Mexiko noch heuer fallen. Dort haben zahlreiche große Autobauer haben in den letzten Jahren eigene Produktionsstandorte aufgebaut, jetzt wollen auch die Linzer in dem Land eine eigene Autoteilefertigung aufziehen. Mit dem Zeitplan für Kapfenberg jedenfalls erhöht Eder nochmals den Druck auf die Politik bei den Themen Emissionshandel und Klimaschutz.

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