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Zahlen des Stahlherstellers Schmolz+Bickenbach unter Druck

Der Schweizer Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach hat seinen Verlust verringert, bleibt aber in den roten Zahlen. Bei den Restrukturierungen gebe es jedoch Fortschritte, so der Hersteller. An Schmolz+Bickenbach ist der aus Russland stammende Milliardär Viktor Vekselberg beteiligt.

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Längere Betriebsunterbrechungen haben beim Schweizer Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach im dritten Quartal den Umsatz gedrückt. Das Sparprogramm des angeschlagenen Stahlkochers trug indes Früchte: Der Konzernverlust sank von 34,1 auf 13,9 Mio. Euro, Schmolz+Bickenbach setzte im dritten Quartal 534,1 Mio. Euro um, wie das Unternehmen mitteilt.

Das sind 13,8 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Einerseits verzögerte sich das Hochfahren der neu gebauten Hakenbahn bei der Sparte Swiss Steel, andererseits gab es bei den Deutschen Edelstahlwerken einen Produktionsausfall nach einem Brand.

Ohnehin nehmen die Geschäftsaktivitäten bei dem Stahlhersteller jeweils in den Sommermonaten deutlich ab. Das Marktumfeld aber ist derzeit laut der Medienmitteilung im Vergleich zum Jahresbeginn etwas freundlicher, wenn auch weiterhin herausfordernd. Von den drei wichtigen Abnehmerbranchen zeigt einzig die Automobilindustrie gute Wachstumsraten, während der Maschinen- und Anlagenbau auf der Stelle tritt und die Öl- und Gasindustrie weiterhin auf den Aufschwung wartet.

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Fortschritte vermeldete das Unternehmen, an dem der russische Milliardär Viktor Vekselberg beteiligt ist, bei den Restrukturierungsmaßnahmen. Diese hätten zu rund 14 Mio. Euro Einsparungen geführt. So konnte Schmolz+Bickenbach im dritten Quartal den Konzernverlust verkleinern und die Profitabilität steigern.

Der bereinigte Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) kletterte von 10,3 auf 27,6 Mio. Euro. Der Betriebsverlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrumpfte von 19,6 auf 4,4 Mio. Euro.

In den ersten neun Monaten verkleinerte sich der Reinverlust von 151,7 auf 35,9 Mio. Euro, der Umsatz sackte um 16,7 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro ab. (sda/apa/red)