Ansichtssache

Worauf es bei Nutzfahrzeugen wirklich ankommt

Neben der Praxistauglichkeit bieten Nutzfahrzeuge mittlerweile Komfort und einen Hauch von Luxus. Der Modell-Check.

Von
Bild 1 von 12
© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Citroen Berlingo Electric

 

Zumindest stadttauglich: Die an der Hinterachse platzierten Lithium-Ionen-Akkus des Berlingo Electric ermöglichen eine Reichweite von rund 170 Kilometern. Der Stauraum ist relativ üppig: Mit dem großzügigen Ladevolumen von 4,1 Kubikmetern finden zwei Europaletten nebeneinander ohne Probleme Platz. Dank großer Schiebetüren an den Seiten und asymmetrischen Hecktüren im Verhältnis 60:40 und dem extra großen Öffnungswinkel von 180 Grad lässt sich der Wagen unkompliziert beladen. Dank Dachklappe oder Trennwand mit Durchreiche finden selbst sperrige Gegenstände Platz.

 

Leistung: 67 PS
Getriebe: Eingang-Automatik

Verbrauch (kombiniert): 17,7 kWh/100 km

Laderaumvolumen: 4,1 Kubikmeter 

Preis: ab 33.300 Euro

 

Citroen Berlingo Electric hat eine Reichweite von rund 170 Kilometern. 

Tipp: Benutzen Sie die linke bzw. rechte Pfeil-Taste Ihrer Tastatur um durch die Fotostrecke zu navigieren.
© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Citroen Berlingo Electric

 

Zumindest stadttauglich: Die an der Hinterachse platzierten Lithium-Ionen-Akkus des Berlingo Electric ermöglichen eine Reichweite von rund 170 Kilometern. Der Stauraum ist relativ üppig: Mit dem großzügigen Ladevolumen von 4,1 Kubikmetern finden zwei Europaletten nebeneinander ohne Probleme Platz. Dank großer Schiebetüren an den Seiten und asymmetrischen Hecktüren im Verhältnis 60:40 und dem extra großen Öffnungswinkel von 180 Grad lässt sich der Wagen unkompliziert beladen. Dank Dachklappe oder Trennwand mit Durchreiche finden selbst sperrige Gegenstände Platz.

 

Leistung: 67 PS
Getriebe: Eingang-Automatik

Verbrauch (kombiniert): 17,7 kWh/100 km

Laderaumvolumen: 4,1 Kubikmeter 

Preis: ab 33.300 Euro

 

Citroen Berlingo Electric hat eine Reichweite von rund 170 Kilometern. 

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Peugeot Partner Electric

 

Mit einer Reichweite von 170 Kilometern gehört der 98 PS starke Franzose zu den Topmodellen des Segments. Aufladen lässt sich der Wagen an jeder handelsüblichen 230-Volt-Steckdose in acht Stunden. An einer Starkstromsteckdose lädt der Electric innerhalb von 30 Minuten zu rund 80 Prozent. Der Peugeot Partner ist in zwei Längen erhältlich. Die "Komfort- Plus"-Version bietet neben höhenverstellbaren Sitzen und einer extra großen Sitzbank vor allem ein Kommunikationspaket mit Bluetooth-Freisprechanlage und USB- Anschlüssen.

 

Leistung: 98 PS
Getriebe: Eingang-Automatik

Verbrauch (kombiniert):
17,7 kWh/100 km

Laderaumvolumen: 3,3 – 3,7 Kubikmeter

Preis: ab 27.750 Euro


Peugeot Partner Electric ist in 30 Minuten zu 80 Prozent geladen. 

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

VW T6

 

Rund 75 Prozent der Fahrzeugteile wurden für den neuen T6 überarbeitet – zumindest im Innenraum fällt dies jedoch nicht auf. Außen machen schärfer gezeichnete Scheinwerfer sowie die straffere Front Eindruck. Eine neue Motorengeneration soll dem T6 wieder die Spitzenposition einbringen: Die Diesel-Modelle erfüllen nun die Euro-6-Abgasnorm – auf Wunsch lässt sich der Dämpfer elektronisch verstellen. Navi und Kommunikationsmöglichkeit sowie eine edle Innenausstattung sollen den T7 in Richtung Pkw schieben. Das Einstiegsmodell gibt es mit 85 PS. Die obere Grenze liegt bei 180 PS.

 

Leistung: ab 85 PS
Getriebe: 5-Gang-Schaltung

Verbrauch (kombiniert): 6,0 l/100 km
Laderaumvolumen: 5,8 – 6,7 Kubiketer 

Preis: ab 23.940 Euro


Fast drei Viertel der Fahrzeugteile des VW T6 wurden überarbeitet. 

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Hyundai H350

 

Hyundai bietet mit dem H350 ein leichtes Nutzfahrzeug für den europäischen Markt an. Die 6,20 Meter lange Version bietet ein Ladevolumen von 12,9 Kubikmeter – Platz für fünf Europaletten, die sowohl durch die Seitentür als auch die Heckklappe bequem eingeladen werden können. Eine solide Stahlwand trennt die Fahrerkabine von der Ladefläche. Das Cockpit ist spartanisch. Rein geht’s ohne Schlüssel, Schalter, Instrumente und Ablagen sind sinnvoll angeordnet und leicht zu finden. Regensensor und Lichtautomatik sind serienmäßig an Bord. Beheizbare Außenspiegel, gekühltes Handschuhfach, Tempomat, Standheizung und Klimaanlage gibt es gegen Aufpreis dazu.

 

Leistung: ab 150 PS
Getriebe: 6-Gang-Schaltung

Verbrauch (kombiniert): 8,1 l/100 km 

Laderaumvolumen: 12,9 Kubikmeter 

Preis: Folgt demnächst


Der Hyundai H350 ist der Spartaner unter den Leichten Nutzfahrzeugen. 

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Fiat Doblo Cargo

 

Fiat möbelt den Doblò auf: Vor allem die Front ist kaum wieder zuerkennen. Vom Kasten- bis zum Pritschenwagen mit unzähligen Auf- und Ausbauoptionen sind fast 1000 Varianten möglich. Allein der Kastenwagen ist in zwei Längen, zwei unterschiedlichen Radständen und zwei Höhen erhältlich. Das Ladevolumen variiert von 3,8 bis 5,4 Kubikmeter. Die maximale Zuladung ist von Fiat mit 925 Kilogramm angegeben. Entscheidet man sich für den langen Radstand, können auch sperrige Objekte bis 2,20 Meter Länge ohne Probleme verstaut werden. Die Aggregate bis zu 15 Prozent sparsamer geworden. Das Leistungsspektrum reicht von 75 bis 135 PS.

 

Leistung: ab 75 PS
Getriebe: 5-Gang-Schaltung

Verbrauch (kombiniert): 5,4 l/100 km 

Laderaumvolumen: 3,8 – 5,4 Kubikmeter 

Preis: ab 16.800 Euro


Fiat Doblò Cargo: Mit fast 1000 Varianten der flexibelste Transporter 

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Mitsubishi L 200

 

Der Pick-up bleibt auch in der fünften Version ein Arbeitstier: Äußerlich noch robuster, noch bulliger bei gleichzeitig deutlich geringerem cW-Wert, fühlt man sich im Inneren schon eher an einen Mittelklassewagen erinnert. Viel Lack und Leder, hellgraue Applikationen und eine hochwertige Verarbeitung sorgen für eine angenehme Stimmung. Neben sieben Airbags, einer Zwei-Zonen-Klimaanlage, Spurhalte-Assistent und Rückfahrkamera stehen wahlweise noch zahlreiche Extras zur Verfügung. Neben der Vergrößerung der Ladefläche wurde die Anhängelast auf 3,1 Tonnen angehoben. Mitsubishi bietet zwei Diesel-Motoren mit jeweils 154 oder 181 PS an.

 

Leistung: ab 154 PS

Getriebe: 6-Gang-Schaltung

Verbrauch (kombiniert): 6,4 l/100 km

Laderaumvolumen: ca. 1000 kg

Preis: mind. 27.000 Euro

 

Mitsubishi L200: Preiswerter Luxus 

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Ford Tourneo Custom

 

Mit dem neuen Tourneo Custom "Business Edition" liefert Ford ein rollendes Büro: Bis zu sechs Personen finden auf lederbezogenen Einzelsitzen mit ausklappbarem Multifunktionstisch Platz. Mittels Konferenz-Bestuhlung lassen sich alle Sessel als Stuhlkreis anordnen. Dunkler Teppichboden, eine per Fernbedienung steuerbare Standheizung und das sprachgesteuerte Konnektivitätssystem SYNC sowie drei Zwölf-Volt-Steckdosen, zwei zusätzliche USB-Anschlüsse und Kleiderbügel gehören zur Serienausstattung. Den Antrieb übernimmt ein 2,2 Liter TDCI- Turbodiesel mit 155 PS und einem manuellen Sechsgang-Getriebe.

 

Leistung: 155 PS
Getriebe: 6-Gang-Schaltung

Verbrauch (kombiniert): 6,5 l/100 km

Laderaumvolumen: --

Preis: mind. 58.000 Euro

 

Ford Tourneo Custom: Luxus pur im rollenden Großraum­-Büro.  

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Mercedes V­-Klasse

 

Mercedes scheint bei der Neuauflage alles richtig gemacht zu haben. Design, Technik und Interieur lassen den Bulli von VW blass aussehen. Äußerlich wirkt der Neuling dynamischer. Auch im Inneren glitzert und funkelt es: Viele Bedienelemente erinnern an die C- und S-Klasse. Serienmäßig verkauft Mercedes seine V-Klasse mit vier Sesseln im Fond. Auf Wunsch können die gegen Dreier- und Zweierbänke getauscht werden. Das Ein- und Ausbauen klappt gut. Zum Einstieg bringen die Schwaben drei 2,1-Liter-Diesel-Motoren mit jeweils vier Zylindern und Turbo-Aufladung auf den Markt: 136, 163 und 190 PS. Das noble Veredelungspaket läuft ab sofort unter dem Namen Brabus.

 

Leistung: ab 136 PS

Getriebe: 6-Gang-Schaltung

Verbrauch (kombiniert): 6,1 l/100 km

Laderaumvolumen: 725 – 975 kg
Preis: ab 46.600 Euro


Die Mercedes V Klasse lässt VW blass aussehen. 

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Toyota Hilux

 

Der meistverkaufte Pick-up der Welt bietet drei Karosserieversionen zur Auswahl: Mit Einzelkabine, Doppelkabine sowie der Zwischenform "Extra Cab" mit gegenläufigen Fondtüren. Im Innenraum sind die Materialien hochwertig. Auch das Fahrwerk soll mehr Komfort bieten: Eine Version für vornehmlich asphaltierte Straßen, eine für den harten Arbeitseinsatz im Gelände und eine Mischform. Ebenfalls neu sind die Motoren: 2,4- und 2,8-Liter-Diesel mit Leistungswerten von 144, 162 und 177 PS. Allradtechnik ist mit an Bord.

 

Leistung: ab 144 PS

Getriebe: 5-Gang-Schaltung

Verbrauch (kombiniert): 7,3 l/100 km

Laderaumvolumen: 750 kg

Preis: ab 27.780 Euro

 

Mit drei Versionen soll auch das Fahrwerk Komfort bieten. 

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

VW Caddy

 

VW hat seinen Caddy nicht nur motorisch aufgepeppt. Neue Kanten und eine schärfere Linienführung machen ihn deutlich moderner. Dank VW-eigenem modularen Baukasten gleicht der Caddy nun jedem herkömmlichen Volkswagen: Von den Motoren über das Infotainmentsystem bis hin zu den Assistenzprogrammen – alles schon gesehen. Innen hat das Facelift hochwertigeres Design mit guter Verarbeitung gebracht. Dazu spürbar komfortablere Fahrwerksabstimmung. Unter der Haube stecken nun zwischen 75 und 150 PS. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei umweltfreundlichen 3,9 Litern.

 

Leistung: ab 75 PS

Getriebe: 5-Gang-Schaltung

Verbrauch (kombiniert): 3,9 l/100 km

Laderaumvolumen: 750 – 3.000 Liter
Preis: ab 16.300 Euro


VW Caddy: Facelift innen und außen. 

 

Sehen Sie nun zwei weitere Neuheiten im INDUSTRIEMAGAZIN-Test. 

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Range Rover Sport HSE Hybrid

 

Damit war für die drei Adoleszenten nicht zu rechnen: Dass sie sich nach dem rockgewordenen Sommerbeginn umdrehen und dabei in einen klavierschwarzen Geländewagen stolpern. Denn der war plötzlich da – glänzend, riesig, lautlos. So etwas passiert, wenn man den Range Rover Sport mit seinem Elektromotor durch die Begegnungszonen rollen lässt. Denn auch der Vater aller SUVs lässt sich neuerdings hybrid bewegen.

 

Aus drei Litern Hubraum und einem Elektromotor mit 35 kW schöpft der Range Rover Sport eine Systemleistung von satten 340 PS. Das reicht für knappe 220 Sachen Spitze und ein mehr als munteres Fahrverhalten. Die 2,4 Tonnen Leergewicht sieht man dem edlen Wagen an, aber man spürt sie nicht. Dafür sorgen fast beängstigende 700 Newtonmeter Drehmoment. Den Normverbrauch gibt der Hersteller mit beruhigenden 6,4 Litern an, wir schafften es nicht, ihn deutlich unter neun zu fahren.

 

Wie oft ein Luxus-SUV dieses Zuschnitts durch Flüsse waten oder über Felsen klettern muss, darüber kann man spekulieren. Sicher ist, dass man könnte, wenn man wollte, und das vermag der Range Rover Sport dem Großstadtabenteurer wirkungsvoll zu verkaufen. Auf Knopfdruck kann man das Fahrwerk gut sechs Zentimeter anheben, den Hybriden dahinkriechen lassen oder Passanten im rein elektrischen Betrieb mit der plötzlichen Gegenwart erschrecken. Während in den meisten Mittelklasse-Hybriden das wundersame Zusammenspiel von Batterien und Motoren die Mittelkonsole in Beschlag nimmt, hält sich die Technologie im Range Rover Sport dezent im Hintergrund. Was egal ist, will man nicht gerade seinen Beifahrer mit gelebtem Ökologieverstand beeindrucken. Aber das gelingt bei Passanten ohnehin besser. (fz) 

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

BMW 2 Gran Tourer

 

Nein. Das Design hält nicht, was BMW ansonsten gern verspricht. Irgendwie unelegant, überhaupt nicht sportlich gibt sich der neue 2er Gran Tourer. Sein hohes Dach, die steilen Flanken, die niedrige Lage und das nahezu senkrecht abfallende Heck stehen ganz in der Tradition amerikanischer Vans der 70er- und 80er-Jahre. Dennoch: Ein zweiter Blick auf seine inneren Werte lohnt sich.

 

Es ist heiß in Wien. Der See vor den Toren der Stadt scheint das perfekte Ziel. Die Taschen sind gepackt, die Freunde – ganze sechs an der Zahl – im Fond. Neben wirklich viel Platz im Cockpit und im Fond lassen sich zusätzlich noch zwei Notsitze im Kofferraum ausklappen. Eigentlich für Kinder konzipiert, lassen sich zur Not auch Erwachsene platzieren. Zusammenrücken! Auch wenn das Kofferraumvolumen dabei von einst großzügigen 650 Litern deutlich zusammenschrumpft, für Luftmatratze, Badetücher und eine Kiste Bier bleibt noch immer genug Platz.

 

Auf der Autobahn lassen wir die Muskeln spielen. Und siehe da: Der 190-PS-starke Familien-Van schlägt sich extrem gut. Innerhalb von 7,6 Sekunden erreicht der 220d xDrive Tempo 100; bei 230 km/h geben wir schließlich auf. Das gute Gewissen fährt mit, denn der Verbrauch liegt bei sparsamen 4,8 Litern. Die Lenkung ist präzise und leicht. Die Federung trotz flacher 18-Zoll-Räder ausreichend geschmeidig. Im Vergleich zu den straff ausgelegten pseudo-sportlichen X-Modellen fährt sich der 2er-GT ruhig. Ein typischer Familien-Van eben. 

 

Modell: 220d xdrive Gran tourer
Leistung: 190 PS

Hubraum: 1.995 cm3

Verbrauch (kombiniert): 4,8 Liter

Co2­Emission (kombiniert): 127 g/km

Beschleunigung 0­100 km/h: 7,3 Sekunden

Preis: ab 40.650 Euro