Personalia

Wolfgang Berndt ist neuer Chef des OMV-Aufsichtsrats

Wolfgang Berndt löst Peter Löscher an der Spitze des Kontrollgremiums der OMV ab. Bei der Hauptversammlung des größten heimischen Industriekonzerns wurden insgesamt neun Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt. Hier die endgültigen Ergebnisse und Details der HV.

Der ehemalige Procter&Gamble-Manager Wolfgang Berndt ist neuer Vorsitzender des OMV-Aufsichtsrates. Berndt löst Peter Löscher ab, der bereits im September seinen vorzeitigen Rückzug mit Ende der Hauptversammlung angekündigt hatte. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde in der Aufsichtsratssitzung im Anschluss an die HV der Chef der Staatsholding ÖBAG, Thomas Schmid, gewählt.

Neun Mitglieder neu

Insgesamt wurden bei der Hauptversammlung neun Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt. Das war notwendig, weil die Funktionsperioden von acht Mitgliedern ausliefen und Aufsichtsratschef Löscher den vorzeitigen Rückzug von seinem Posten erklärt hatte.

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Der Grazer Uni-Professor Karl Rose wurde bis 2024 wiedergewählt und Wolfgang Berndt bis 2020. Neu in das Kontrollgremium des heimischen Öl- und Gaskonzerns eingezogen sind ÖBAG-Chef Schmid (bis 2024) sowie VIG-Vorstandschefin Elisabeth Stadler (bis 2022), Tyrolit-Geschäftsführer Christoph Swarovski (bis 2022), Lenzing-Chef Stefan Doboczky (bis 2022) und Cathrine Trattner (2022). Das Mandat der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Gertrude Tumpel-Gugerell läuft noch bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2020.

Als Vertreter des zweiten Kernaktionärs Abu Dhabi wurden Alyazia Ali Al Kuwaiti und Mansour Mohamed Al Mulla bis 2024 in den Aufsichtsrat wiedergewählt.

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Mehrheit bei der Republik zusammen mit dem Syndikat des Staatsfonds Ipic

Die Republik Österreich ist über die Staatsholding ÖBAG mit 31,5 Prozent größter Aktionär der OMV, gemeinsam im Syndikat mit dem Staatsfonds IPIC (International Petroleum Investment Company, 24,9 Prozent) von Abu Dhabi hat sie eine Stimmenmehrheit.

Bei der Hauptversammlung wurde außerdem die Ausschüttung einer Dividende von 1,75 Euro je Aktie beschlossen. Zahltag ist der 23. Mai 2019. (apa/red)

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