Zoll

WKÖ vermisst Trennung nach Stahl und Alu

Warum die WKÖ den im Rahmen des G20-Gipfels bekannt gewordenen Lösungsschritt für die Anwendung von US-Zöllen auf Stahl- und Alu-Produkte aus der EU begrüßt.

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Vermisst wird vom Fachverband Bergbau-Stahl und NE-Metallindustrie aber eine "industriegerechte Trennung" zu diesen beiden Produkten, da die Herstellungsbedingungen höchst unterschiedlich seien, wie die WKÖ am Donnerstag erklärte.

Dass es bei Zollkontingenten geblieben sei und man eine gänzliche Beseitigung der Handelshemmnisse unterlassen habe, könne nur ein erster Schritt sein, so Fachverbands-Geschäftsführer Roman Stiftner: "Hier besteht noch konkreter Handlungsbedarf, um die US-Zölle endgültig zu beseitigen." Es bleibe abzuwarten, in welchem Umfang die Zollkontingente auf die einzelnen Mitgliedsstaaten aufgeteilt würden. Die heimische Metallindustrie müsse wissen, welche Mengen im Rahmen des Zollkontingents zollfrei exportiert werden könnten, so Stiftner in einer Aussendung.

An die Stelle der Zölle sollen sogenannte Zollkontingente treten - Mengenbeschränkungen, bei deren Überschreitung Zölle eingehoben werden können. Soweit bisher bekannt sollen die USA - im Ausmaß historischer Handelsströme - beginnend mit 1. Jänner 2022 für bestimmte Importmengen vorläufig keine Zölle für Stahl- bzw. Alu-Exporte aus der EU einheben: Stahlprodukte sollen mit 3,3 Mio. Tonnen und Alu-Produkte mit 18.000 t für Rohaluminium bzw. 366.000 t für Halbzeug zollbefreit sein. Der Kontingent-Aufteilungsschlüssel zwischen den Ländern ist noch offen. (apa)