Industriekonjunktur

Wirtschaftsforscher: "Die Zeiten der Hochkonjunktur sind vorbei"

Die Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) blicken skeptischer auf die kommende Konjunktur als zuletzt. Für heuer und das kommende Jahr wird ein Wachstum von nur mehr eineinhalb Prozent erwartet.

Die Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) blicken skeptischer auf die deutsche Wirtschaft. Die Zeiten der Hochkonjunktur seien vorbei, teilten sie bei der Vorlage ihrer neuen Prognose mit. Sie korrigierten dabei die Vorhersage für das Wachstum der Wirtschaftsleistung nach unten: auf 1,5 Prozent für dieses und 1,6 Prozent für nächstes Jahr.

Für 2018 hatte das DIW zuvor ein um 0,3 Punkte höheres Plus veranschlagt und für 2019 ein um 0,1 Punkte stärkeres Wachstum. "Obwohl das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal dieses Jahres sogar erstmals seit langer Zeit gesunken war, ist die Gefahr einer Rezession aber gering", sagte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen.

Denn der konjunkturelle Rückschlag im Sommer habe seine Ursache vor allem in der Automobilindustrie. Wegen Problemen bei der Zertifizierung nach den neuen Abgas- und Verbrauchsnormen der EU konnten die Hersteller nicht so viele Autos wie gedacht absetzen und drosselten daraufhin ihre Produktion. Das setzte auch die Investitionen unter Druck. "Die Produktionsausfälle dürften jedoch im Winter zumindest teilweise nachgeholt werden", prognostizierte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. (reuters/apa/red)

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