Insolvenz

Wirecard: Erlös von 600 Millionen Euro

Nach dem Verkauf mehrerer asiatischer Wirecard-Firmen sind die Erlöse aus der Zerschlagung des zusammengebrochenen deutschen Zahlungsdienstleisters auf 600 Mio. Euro gestiegen.

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Ehemaliger Wirecard-Vorstandschef, Markus Braun

Insolvenzverwalter Michael Jaffé meldete  den erfolgreichen Verkauf der indonesischen Gesellschaft PT Prima Vista Solusi mit rund 670 Mitarbeitern an ein Unternehmen in dem südostasiatischen Land. Außerdem wurden demnach zwei zuvor vereinbarte Verkäufe in Hongkong und Malaysia abgeschlossen und auch die Wirecard Forex India Private Limited verkauft.

Insgesamt konnten wir dabei bestmögliche Lösungen für Mitarbeiter und Gläubiger erreichen und bisher rund 2.800 Arbeitsplätze erhalten", sagte der Insolvenzverwalter.

Dem Vernehmen nach brachten die Verkäufe eine mittlere zweistellige Millionensumme ein. Die Gesamterlöse belaufen sich demnach mittlerweile auf 600 Mio. Euro. Gläubiger und Aktionäre haben im Insolvenzverfahren Forderungen von über zwölf Mrd. Euro angemeldet.

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Der früher im deutsche Börsenleitindex DAX notierte Konzern brach im Juni 2021 zusammen, nachdem der Vorstand Fantasiebuchungen von 1,9 Mrd. Euro eingeräumt hatte. Mittlerweile hat die Muttergesellschaft Wirecard AG das Geschäft eingestellt. Das Unternehmen existiert quasi nur noch als Hülle, die für das Insolvenzverfahren notwendig ist. Der aus Österreich stammende Ex-Vorstandschef Markus Braun sitzt wegen Betrugsverdachts seit einem Jahr in Untersuchungshaft, während der ebenfalls aus Österreich stammende Ex-Vertriebsvorstand Jan Marsalek nach wie vor flüchtig ist.

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