Insolvenzen

Wirecard: Auch Grazer Konzerntochter wird verkauft

Nach dem milliardenschweren Skandal um den insolventen Zahlungsabwickler Wirecard steht auch Wirecard Österreich vor dem Verkauf. Für die in Graz ansässige Konzerntochter gebe es auch schon drei Interessenten, so ein Medienbericht.

Für einige Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es etliche Interessenten, neben den Töchtern in Rumänien, Indonesien und Vietnam auch für die österreichische Gesellschaft. Laut "Kurier" sind für die in Graz ansässige Wirecard Central Eastern Europe GmbH drei ernsthafte Interessenten in der engeren Wahl.

"Der Verkaufsprozess ist derzeit in einer intensiven Phase und ich rechne damit, dass ich Anfang nächster Woche mit insolvenzgerichtlicher Genehmigung verkaufen kann", wird Insolvenzverwalterin Ulla Reisch in der Zeitung zitiert. "Wir verkaufen auch die Technologie." Die Payment-Plattform ist das wesentliche Asset der Österreich Tochter, über diese werden die Zahlungen der Kunden abgewickelt.

Verkauft werden dem Bericht zufolge auch die Büroausstattungen der drei Standorte in Österreich, die laut Schätzgutachten einen Verkehrswert von knapp 112.000 Euro haben. Die Grazer Firma sollte eigentlich auch den Markt in Osteuropa bearbeiten, dazu kam es aber nicht mehr. Die verbliebenen 22 Mitarbeiter dürften vom Käufer übernommen werden.

White Paper zum Thema

Die Grazer Wirecard-Tochter wird wie andere zum Verkauf stehende Töchter von der deutschen Wirecard Sales International Holding GmbH gehalten. (apa/red)

"Projekt Größenwahn"
Österreicher Markus Braun wollte mit Wirecard offenbar Deutsche Bank übernehmen >>