Übertragungsnetze

Windstürme bringen Netzbetreiber in Schwierigkeiten

Der anhaltend starke Wind machtn den Betreibern von Übertragungsnetzen immer größere Schwierigkeiten. Konzerne wie Tennet fordern einen Ausbau der Netze - was auch Österreich zugute käme.

Der anhaltend starke Wind und Sturm bringen die deutschen Betreiber der Übertragungsnetze durch die hohe Einspeisung von Windstrom zunehmend in Schwierigkeiten. Mit 32.400 Megawatt sei am Mittwoch ein Rekordwert erreicht worden, teilte der Netzbetreiber Tennet mit. Es handle sich um das Ergebnis einer Windfront, die seit dem 9. November andauere.

Seitdem riefen die vier Betreiber - neben Tennet sind das die TransnetBW, Amprion sowie 50Hertz - unter anderem gesicherte Reservekapazitäten ab, um das Stromnetz stabil zu halten. Windkapazitäten müssten abgeregelt werden, um Transportengpässe im stark überlasteten Übertragungsnetz zu verhindern.

Die Versorgungssicherheit sei nicht gefährdet, hieß es weiter. Aber das Gefahrenpotenzial für die Stromnetze habe sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren aufgrund der zunehmenden Schwankungen bei der Einspeisung erneuerbarer Energien und des Wegfalls konventioneller Kraftwerksleistung deutlich erhöht. Der Ausbau des Stromnetzes sei unverzichtbar, betonte Tennet-Chef Urban Keussen. Das gelte vor allem für die wichtigen Nord-Süd-Verbindungen.

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Aktuell wird geprüft, die gemeinsame deutsch-österreichische Preishandelszone zu trennen. Das wäre ein großer Nachteil für den Standort Österreich, weil der Strompreis hierzulande stark steigen würde. Ein Ausbau der Netze vom Norden nach Süddeutschland würde den Unregelmäßigkeiten entgegen wirken - und eine Trennung der gemeinsamen Handelszone obsolet werden lassen. (red/APA/dpa)

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