Windkraft

Windradbauer Senvion offenbar wieder vor Verkauf

Kein Jahr blieb die Finanzfirma Centerbridge an Bord beim deutschen Windradbauer Senvion, ehemals Repower. Jetzt soll der Hersteller, der gute Gewinne schreibt, schon wieder verkauft werden. Oder an die Börse.

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Hier ein Symbolbild.

Der Finanzinvestor Centerbridge lotet nach Angaben aus Finanzkreisen schon wieder eine Trennung vom deutschen Windradbauer Senvion aus. Knapp ein Jahr nach der Übernahme des ehemals unter dem Namen REpower firmierenden Unternehmens für eine Milliarde Euro werde ein Verkauf oder ein Börsengang durchgespielt, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Als Berater seien JP Morgan und die Deutsche Bank an Bord geholt worden. Senvion könne bei einer Transaktion mit etwa 1,5 Mrd. Euro bewertet werden. Centerbridge und die beiden Banken wollten sich zu den Informationen nicht äußern.

Hersteller arbeitet gewinnbringend

Senvion installiert Windenergieanlagen an Land und auf dem Wasser. Bis Jänner diesen Jahres gehörte die Firma dem indischen Konzern Suzlon, der unter hohen Schulden ächzte. Dass Centerbridge nun ungewöhnlich schnell den Weiterverkauf anstößt, führen Branchenkenner darauf zurück, dass derzeit sehr viel Geld im Markt ist und Verkäufer eine starke Verhandlungsposition haben.

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Senvion arbeitet rentabel: Im Juli wies das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2014/15 (per Ende März) ein bereinigtes Ergebnis (Ebitda) von 155 Millionen Euro aus - zum Vorjahr ein Plus von sechs Prozent. (reuters/apa)

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