Digitalisierung

Win-win-Situation

Beinhartes Quartalsdenken, stattliche Beratersätze: Warum die Industrie bei der Digitalisierung trotzdem auf die Leistungen großer Softwarehersteller setzen sollte.

Von
Meinung SAP Oracle Microsoft

Sie sehen sich als legitime Stichwortgeber der Industrie: Auf digitale Transformation spezialisierte Start-ups, etablierte Industriedienstleister und – wer hätte vor einem halben Jahr- zehnt darauf gewettet – neuerdings auch Softwarehersteller wie SAP, Oracle oder Microsoft.

Nicht alle Attribute, die den großen Anbietern anhaften, helfen Österreichs mittelständischer Industrie dabei, Vorurteile abzubauen: Beinhartes Quartalsdenken amerikanischer Schule, das sich mitunter an geschmalzenen Beratersätzen ablesen lässt, und ein gesundes Selbstbewusstsein, mit Valley-Spirit und agilen Methoden auch für die Industrie unfraglich der beste Partner zu sein, stößt so manchem Leiter einer IT- oder Produktionsabteilung sauer auf. Warum eine Einlassung mit Cloud-Plattformanbietern und Algorithmen-Entwicklern trotzdem ratsam ist?

Erstens: In Unternehmen werden sich ganz neue Kraftfelder durch die Digitalisierung herausbilden müssen. Derartige disruptive Kräfte entfalten sich kaum im x-ten Lean-Workshop. Schon gar nicht in Isolation. Warum sich also nicht aus dem Digitalschlaf führen lassen?

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Zweitens: Sprechen Softwarehersteller wie Big Blue, Microsoft oder Oracle über ihren Techno- logieapparat, überziehen sie rhetorisch nicht dabei: Deep-Thinking-Algorithmen aus dem Valley können auch für Produktionschefs spannend sein.

Freilich: Kritische Sicherheitsinteressen dürfen in den Unternehmen auch weiterhin nicht berührt werden.