Konjunktur

Wifo: Österreichs Industriekonjunktur auf einem sehr guten Weg

Marktbeobachter des Wirtschaftsforschungsinstituts melden anhaltend positive Signale aus der heimischen Wirtschaft. Nationale wie internationale Stimmungsindikatoren hätten demnach mehrjährige Höchstwerte erreicht, was sich direkt auf die Industrieproduktion auswirke.

Die Wirtschaftsforscher vom Wifo sehen die heimische Wirtschaft auf einem sehr guten Weg. Die Unternehmen profitierten von einer Belebung der weltweiten Industriekonjunktur, was sich positiv auf die Exporte sowie die Industrieproduktion auswirke.

Vorlaufindikatoren deuteten auf eine anhaltend positive Entwicklung hin, da sowohl nationale als auch internationale Stimmungsindikatoren mehrjährige Höchstwerte erreicht hätten, schreibt das Wifo in einem Bericht. "Die gute Konjunktur sollte deshalb in Österreich sowie im Euro-Raum und der EU insgesamt anhalten, wenngleich die tatsächliche Entwicklung nicht so dynamisch verläuft wie die Umfrageergebnisse vermuten ließen."

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Auch die Konsumausgaben der privaten Haushalte würden sich derzeit als wichtige Wachstumsstütze erweisen. Die positiven Effekte der Steuerreform dürften auch noch in das erste Quartal gewirkt haben, so die Wirtschaftsforscher. Die Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern sei Anfang 2017 weiter sehr robust gewesen.

Laut der kürzlich veröffentlichten Wifo-Schnellschätzung ist die österreichische Wirtschaft im ersten Quartal um 0,6 Prozent gewachsen. Der Wifo-Konjunkturtest zeigt eine anhaltend optimistische Konjunkturbeurteilung der österreichischen Unternehmen, auch der Wifo-Frühindikator erhöhte sich in der April-Auswertung neuerlich.

Aufgrund der guten Konjunkturlage verbesserte sich die Arbeitsmarktlage weiter, heißt es in dem Bericht. Die Zahl der unselbstständig aktiv Beschäftigten stieg im April in ähnlichem Ausmaß wie im März. Gleichzeitig sank die Zahl der Arbeitslosen.

Im Tourismus dämpfte hingegen die ungünstige Schneelage zusammen mit negativen Kalendereffekten das vorläufige Ergebnis der Wintersaison 2016/17. (apa/red)