Autozulieferer

Wieselburger ZKW Group eröffnet Büros in Tschechien und China

Der niederösterreichische Autozulieferer ZKW expandiert und eröffnet neue Büros in Tschechien und China. Den Umsatz des vergangenen Jahres beziffert der Hersteller mit über einer Milliarde Euro - trotz der Coronakrise. ZKW gehört seit 2018 zum koreanischen Elektronikkonzern LG.

Die ZKW Group mit Sitz in Wieselburg/NÖ expandiert weiter. Nach Angaben des Fahrzeugzulieferers sollen die zehn internationalen Standorte mit Anfang Mai um ein neues Entwicklungsbüro in Olmütz (Olomouc) in Tschechien und um ein Vertriebs- und Entwicklungsbüro in Shanghai erweitert werden. 2020 sei trotz Pandemie ein Umsatz von 1,03 Mrd. Euro erzielt worden.

Die neue Niederlassung in Tschechien wird laut ZKW das weltweite Engineering-Netzwerk unterstützen und zusätzlich zu den bisherigen Kapazitäten in Österreich weitere Entwicklungsaufgaben übernehmen. Zu Beginn sollen 50 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, bis 2023 mehr als 100 Fachkräfte beschäftigt werden. Das neue Vertriebs- und Entwicklungsbüro in Shanghai werde den bestehenden Standort in Dalian unterstützen.

Konzernchef Schubert: "Produktion blieb mit Organisation und enormer Flexibilität aufrecht"

Den im vergangenen Jahr erzielten Umsatz kommentierte Oliver Schubert, Konzernchef der ZKW Group, damit, dass die Produktion "durch großen Organisationsaufwand und enorme Flexibilität durchgehend aufrechterhalten werden" habe können.

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Olmütz, das die zweitälteste Universität in Tschechien beheimate und auch eine eigene lichttechnische Abteilung habe, biete eine gute Voraussetzung für die fachliche Grundlage neuer Mitarbeiter. Nebenbei habe der Großraum der Stadt in Mähren eine lange Tradition in der Entwicklung und Herstellung von Automobilscheinwerfern. Das neue Vertriebs- und Entwicklungsbüro im chinesischen Shanghai sei "eine strategische Entscheidung, um näher bei unseren Kunden wie zum Beispiel SGM und Volvo zu sein", erläuterte Schubert.

"Auftragsbücher für die nächsten Jahre gut gefüllt"

ZKW hatte Ende 2020 eine Finanzierung der Europäischen Investitionsbank (EIB) über 150 Millionen Euro erhalten. Mit den Mitteln will der Konzern seine Innovationsaktivitäten weiter ausbauen. Daneben soll auch in eine nachhaltige Fertigung und grüne Entwicklung investiert werden - etwa in energieeffiziente Anlagen im slowakischen Werk in Krušovce.

"Die Auftragsbücher sind für die nächsten drei Jahre jedenfalls gut gefüllt. Für 2022 erwarte ZKW einen neuen Umsatzrekord, sagte Schubert. "Wir freuen uns über den höchsten Auftragsbestand der Unternehmensgeschichte." (apa/red)

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