Baustoffe

Wienerberger spürt die "Vertrauenskrise"

Deutliche Rückgänge vor allem in Polen, aber auch Nordwesteuropa befindet sich im Sinkflug. Leichter Zuwachs beim Umsatz infolge Konsolidierung der Pipelife, aber das Ebit fällt nach zwei Quartalen um 85 Prozent auf 4,1 Millionen Euro.

Nach einem witterungsbedingt schlechten Start ins Jahr 2012 ist Wienerberger zum Frühjahr nun vollends in den Sog der europäischen Konjunktur- und Vertrauenskrise geraten. Zum Halbjahr 2012 ist der Umsatz lediglich wegen der Konsolidierung der Pipelife um fünf Prozent auf 1,04 Milliarden (986 Millionen) Euro gewachsen, das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 16 Prozent auf 104,1 (123,4) Millionen Euro, teilte der börsenotierte Baustoffkonzern Dienstagfrüh mit. Das um Einmalfaktoren bereinigte operative Ergebnis EBIT fiel nach zwei Quartalen gar um 85 Prozent auf 4,1 (27,1) Millionen Euro.

Obwohl die Analysten ein negatives Periodenergebnis von im Schnitt 21,1 Millionen Euro vorhergesagt hatten - aber tatsächlich ein Gewinn erzielt worden war -, reagierten die Anleger enttäuscht: Auch nach 12 Uhr waren die Aktien mit einem Minus von 3,75 Prozent bei 6,497 Euro weiterhin der schwächste Wert im Prime Market der Wiener Börse, der ATX lag zugleich nur 0,13 Prozent tiefer; zwischenzeitig waren die Wienerberger-Titel sogar schon um 4 Prozent abgerutscht.

Nach einem mit der Pipelife-Akquisition zusammenhängenden Sondereffekt von 42,3 Millionen Euro sank das Nettoergebnis nach Steuern um 37 Prozent auf plus 24,1 (37,5) Millionen Euro.

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