Akquisition

Wienerberger schließt Pipelife-Übernahme ab

Das Kunststoffrohr-Unternehmen wird gemeinsam mit Steinzeug-Keramo und Semmelrock in einem neuen Berichtssegment "Rohr- und Flächenbefestigungssysteme" ausgewiesen werden.

Der börsenotierte Baustoffkonzern Wienerberger AG hat die vor drei Monaten angekündigte gänzliche Übernahme seiner bisherigen 50-Prozent-Beteiligung Pipelife abgeschlossen, teilte das Unternehmen mit. "Die zuständigen Wettbewerbsbehörden in der EU, der Türkei und in Russland erteilten die uneingeschränkte Genehmigung zur vollständigen Übernahme. Ab 1. Juni wird Pipelife voll konsolidiert." Zuvor war die Beteiligung at equity konsolidiert gewesen. "Die Übernahme ist ein Meilenstein in der Strategie zur Verbreiterung des Kerngeschäfts", erklärte Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch.

Neues Berichtssegment

Bei einem Kaufpreis von 162 Millionen Euro erhöht sich der Umsatz von Wienerberger jährlich um rund 800 Millionen Euro und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um rund 70 Millionen Euro, so das Unternehmen. Das Kunststoffrohr-Unternehmen solle gemeinsam mit Steinzeug-Keramo (keramische Rohre) und Semmelrock (Betonflächenbefestigungen) in einem neuen Berichtssegment "Rohr- und Flächenbefestigungssysteme" ausgewiesen werden.

27 Pipelife-Werke

Pipelife ist einer der führenden europäischen Hersteller von Kunststoffrohren und Rohrsystemen sowie Formstücken aus hochwertigen Kunststoffen mit 27 Werken in Europa sowie den USA und beschäftigt rund 2.650 Mitarbeiter in 27 Ländern. Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete Pipelife einen Umsatz von 804,5 Millionen Euro und ein operatives Ebitda von 68,9 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis Ebit aus fortzuführenden Unternehmensbereichen nach nicht-wiederkehrenden Aufwänden und Wertminderung betrug 39,3 Millionen Euro. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses von minus 10,3 Millionen Euro ergab sich ein Vorsteuerergebnis von 29,0 Millionen Euro, das Ergebnis nach Ertragssteuern betrug 22,4 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung betrug zum Bilanzstichtag 70,1 Millionen Euro. (APA)

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