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Wiener Wirtschaftskammer will Wiener Industrieprojekte stärker bewerben

Die Wiener Wirtschaftskammer rührt die Werbetrommel für die Industrie und nebenbei den Standort Wien. Im Internet können Menschen über elf Vorzeigeprojekte abstimmen, etwa eine Straßenbahn mit Surfboard-Haltern, Musiksaiten in der Oper von Sydney oder Getriebe in der Pariser Abwasserwirtschaft - allesamt "made in Vienna".

Die Wiener Wirtschaftskammer will internationale Industrie-Vorzeigeprojekte stärker bewerben. Im Rahmen der Kampagne "WeltWeit Wien" wurden elf weniger bekannte Projekte vorgestellt. Zwei Wochen lang können die Wiener nun für ihr "Industrieprojekt des Jahres" abstimmen.

Die Kandidaten reichen von der höchstgelegenen Luftseilbahn am Matterhorn in der Schweiz (Fahrgast-Informationssystem von Kapsch Group) bis ins indische Neu-Delhi (Baumaschinen mit Rembrandtin-Lacken). Wiener Produkte sind in Australien gleich dreimal vertreten - die Straßenbahn mit Surfboard-Haltern (Bombardier), Musiksaiten in der Oper von Sydney (Thomastik-Infeld) und Handys als Schlüssel an der Curtin Universität (EVVA Sicherheitstechnologie).

Ein weiterer Kandidat sind die Getriebe von Schneider Electric in Floridsdorf. Das CO2-freundliche Getriebe komme in der weltweit zweitgrößten Kläranlage in Paris zum Einsatz. Über den Gewinner der insgesamt elf eingereichten Projekte kann auf www.weltweit.wien bis zum 3. Juli abgestimmt werden.

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Aufgezeigt werden soll mit der Kampagne, "dass Industrie nicht gleichbedeutend mit Lärm und Schmutz ist", sagte der Industrie-Spartenobmann der Wiener Wirtschaftskammer, Stefan Ehrlich-Adam, bei einem Pressetermin. Insgesamt werden zwei Drittel der Wiener Industrie-Produkte exportiert und bringen zuletzt Erlöse in Höhe 17,6 Mrd. Euro. 550 Industriebetriebe in Wien sichern laut Wirtschaftskammer rund 140.000 Arbeitsplätze und investieren im Jahr 1 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung. (apa/red)

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