Autoindustrie

Wiener Werk von Opel erwartet ein schweres Jahr

Im großen Werk von Opel in Wien haben Betriebsversammlungen stattgefunden. Der Produktionsmanager bereitet die Belegschaft auf ein "sehr herausforderndes Jahr" vor. Den Mitarbeitern gefällt aber der Kurs der Geschäftsführung nicht.

Im Opel-Werk in Wien Aspern haben, verteilt auf zwei Tage, Betriebsversammlungen stattgefunden. "Das neue Jahr wird sehr herausfordernd", soll der Produktionsmanager den Mitarbeitern gesagt haben, berichtet der "Kurier".

Ende 2019 bzw. 2020 läuft die Produktion eines Motors und eines Getriebes für die Modelle Astra, Corsa und Adam aus. Daran hängen laut Bericht 600 Jobs.

Kritik der Mitarbeiter an der Geschäftsführung

Mitarbeiter in Wien sollen sich daran stören, dass es von der Geschäftsführung keine Informationen gebe, so die Zeitung. "Es liegen uns derzeit auch keine Informationen über eine Entscheidung aus Frankreich vor, ob und welche neuen Linien nach Wien-Aspern kommen werden“, wird ein Mitarbeiter zitiert.

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Erst im heuer im April war bekannt geworden, dass zehn Prozent der damals 1.400 Mitarbeiter bei Opel in Wien ihre Jobs verlieren.

Ein Jahr nach Vorstellung des Plans zur Neuausrichtung des Unternehmens hatte der deutsche Autobauer kürzlich immerhin sein Bekenntnis zu seinen zehn Werken in Europa, darunter zu jenem in Wien-Aspern, bekräftigt:  Opel bekräftigt: Alle Werke bleiben - auch den Standort in Wien >>

"Opel steht weiter klar zu dem Ziel, auf Werksschließungen zu verzichten", teilte der Hersteller Rüsselsheimer Hersteller kürzlich mit. (apa/red)

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