Nutzfahrzeuge

Wiener Werk von MAN am riesigen Auftrag der Bundeswehr beteiligt

Rheinmetall gewinnt einen 900 Millionen Euro schweren Großauftrag der deutschen Bundeswehr. Dabei geht es um 2.300 Lastwagen der Marke MAN. Die Montage der Fahrzeuge passiert in Wien. Hier die Details.

Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen Großauftrag von der deutschen Bundeswehr erhalten. Montiert werden die Fahrzeuge im MAN-Werk in Wien im 23. Gemeindebezirk.

Der auf sieben Jahre angelegte Rahmenvertrag umfasst die Lieferung von knapp 2.300 Militär-Lastwagen der Marke MAN im Wert von rund 900 Mio. Euro, wie Rheinmetall in Düsseldorf mitteilte. Zunächst soll rund ein Viertel der von der Bundeswehr bestellten Fahrzeuge im Zeitraum 2018 bis 2021 ausgeliefert werden.

Hochgeländegängige Lastwagen: Montage in Wien

Das Auftragsvolumen beläuft sich hierbei zunächst auf knapp eine Viertelmilliarde Euro. Dabei werden die wesentlichen Fahrzeugteile wie Motoren, Achsen und Getriebe in Deutschland gefertigt. Die Montage soll in Wien erfolgen.

An dem Standort in Wien-Liesing fertigt MAN hochgeländegängige Lkw. So konnten die Wiener vor einigen Jahren einen Großauftrag über 7.200 Lkw für die britische Armee an Land ziehen. Die Preisspanne reicht bei MAN-Militär-Lkw von gut 60.000 Euro für einen 4*4-"Standard"-TGM (den auch das heimische Heer einsetzt) bis hin zu einem 800.000 Euro teuren gepanzerten 8*8-Lkw der SX-Baureihe mit Sonderaufbauten.

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Die Nachricht über den deutschen Deal verlieh der Rheinmetall-Aktie Auftrieb. Mit einem Plus von rund 0,29 Prozent rangierte sie am späten Vormittag in den vorderen Reihen des MDax. Einem Aktienhändler zufolge entspricht das Auftragsvolumen knapp zwei Dritteln des gesamten Umsatzes der Militärfahrzeug-Sparte von Rheinmetall im vergangenen Geschäftsjahr.

Eckdaten zu den Fahrzeugen

Bei den von der Bundeswehr bestellten Fahrzeugen handelt es sich um 5 und 15 Tonnen schwere Laster aus der HX-Familie, von denen weltweit rund 10.000 Stück im Einsatz sind. Rheinmetall stellt diese in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Münchner Nutzfahrzeughersteller MAN her.

Zu den Abnehmerländern gehören unter anderem Großbritannien, Dänemark und Neuseeland. Schweden und Norwegen hätten ebenfalls bereits größere Aufträge für den Fahrzeugtyp erteilt, hieß es.

Nachfrage nach Waffen steigt weltweit

Rheinmetall hatte zuletzt kräftig vom weltweiten Rüstungsboom profitiert. Beim Umsatz erzielte der Konzern im Vorjahresvergleich ein Plus von 14 Prozent auf rund 1,4 Mrd. Euro. "Wir sind mit einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung auf gutem Wege, unsere Ziele für 2017 zu erreichen", hatte Konzernchef Armin Papperger Anfang Mai gesagt.

Für das Geschäftsjahr 2017 plant der Konzern ein Umsatzplus von 4 bis 5 Prozent bei gleichbleibender Profitabilität. Das Wachstum will das Unternehmen dabei vor allem über seine Rüstungssparte generieren.  (APA/dpa-AFX/red)

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