Vorstand wird verkleinert

Wiener Stadtwerke: GD Gabriele Payr hört mit Jahresende auf

Personelle Weichenstellung in den Wiener Stadtwerken: Generaldirektorin Gabriele Payr hat am Freitag in der Sitzung des Aufsichtsrats bekannt gegeben, dass sie nach Ablauf ihrer fünfjährigen Amtsperiode nicht mehr für diese Funktion zur Verfügung stehen wird.

Sie wolle aus privaten Gründe beruflich leiser treten, hieß es in einer Rathaus-Aussendung am Freitag. Payr wird ihre Funktion bis Ende 2013 ausüben. Danach wird der Vorstand verkleinert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Wiener Stadtwerke, Magistratsdirektor Erich Hechtner, erklärte, dass der Aufsichtsrat die Entscheidung Payrs zur Kenntnis nehme. "Trotz teils schwieriger Rahmenbedingungen ist es den Wiener Stadtwerken unter Gabriele Payr in den vergangenen fünf Jahren gelungen, zentrale Infrastrukturleistungen für alle Wienerinnen und Wiener auf leistbarem und konstant hohem Niveau anzubieten", betonte Hechtner.

Differenzen mit Brauner?

"Ich bin seit 2004 im Vorstand der Wiener Stadtwerke tätig. Es gab in diesen knapp zehn Jahren einige strategisch wichtige, gelungene Veränderungen, auf die ich sehr stolz bin", versicherte Payr. Medial war zuletzt kolportiert worden, dass ihr Abschied nicht nur private Gründe habe, sondern dass es auch zu Differenzen mit Wirtschafts- und Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) gekommen sei.

Vorstands-Verkleinerung

Der Abgang wird jedenfalls für eine strukturelle Reform genutzt. Angesichts der "wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen" habe der Aufsichtsrat eine Verkleinerung des Vorstands angedacht. Ab kommenden Jahr werde dieser statt bisher aus vier nur mehr aus drei Personen bestehen. Dies bedeute, dass in den nächsten Wochen zwei Vorstandsmandate der Wiener Stadtwerke ausgeschrieben werden - für eine Funktionsperiode von fünf Jahren.

Es sind dies jene Posten, die derzeit Martin Krajcsir (derzeit Payrs Stellvertreter, Anm.) und Gabriele Domschitz innehaben. Vorstand Marc Hall hat seine Funktion hingegen erst im Juli 2012 für fünf Jahre angetreten, dieses Mandat wird darum nicht ausgeschrieben. In der Wiener Stadtwerke-Holding sind jene Unternehmen versammelt, die der sogenannten Daseinsvorsorge zuzurechnen sind. Es sind dies unter anderem die Wien Energie, die Wiener Linien oder die Bestattung. (APA)