Autozulieferer

Wieder Spekulationen um eine Zerschlagung von Osram

Im Zuge der Übernahme des Industriekonzerns Osram durch den steirischen Sensorhersteller AMS gibt es wieder Spekulationen über eine Zerschlagung. Auch die Zukunft der Gemeinschaftsfirma von Osram und Continental sei ungewiss, so Eingeweihte.

Das gemeinsame Scheinwerfer-Unternehmen des Autozulieferers Continental und des Lichtkonzerns Osram könnte möglicherweise bald aufgelöst werden. Der börsennotierte Konzern aus Hannover erklärte, dass beide Seiten Gespräche über das Joint-Venture führten. Noch sei nichts abschließend entschieden.

Osram mitten in der Übernahme durch AMS

Osram wird gerade vom österreichischen Sensorspezialisten AMS übernommen. In diesem Zusammenhang gibt es immer wieder Spekulationen um eine Zerschlagung von Osram, da AMS nur ein Interesse an Teilen des Unternehmens nachgesagt wird.

Zur Frage, ob etwa ein Verkauf oder eine Wiedereingliederung der Aktivitäten denkbar seien, wollte sich Continental nicht näher äußern, desgleichen zum weiteren Zeitplan. Auch vom Münchner Konzern Osram hieß es lediglich, man sei in Gesprächen, es gebe aber noch keine Entscheidung. Zuvor hatte die deutsche "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.

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Kreise: Ungewisse Zukunft für Gemeinschaftsfirma

Es geht um etwa 1.500 Beschäftigte, die sich in München mit Lichttechnologie rund ums Auto befassen. Aus Industriekreisen war allerdings zu hören, dass die Zukunft für das Joint Venture dunkel aussehen könnte. Weder Continental noch der künftige Osram-Mehrheitseigner AMS hätten großes Interesse daran.

Continental - nach Bosch der weltweit zweitgrößte Autozulieferer - baut seine Strukturen derzeit in Richtung Elektronik, Sensorik, Elektromobilität und Software um. Licht- und LED-Technik gelten zwar ebenfalls als Zukunftstechnologien in der Branche, doch der Schwerpunkt der Hannoveraner soll künftig vor allem auf IT-Systemen und Vernetzung liegen. Die klassische Antriebssparte wird zudem bald in ein eigenständiges Unternehmen ausgegliedert. (dpa/apa/red)

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