Bahn

Westbahn bleibt in den roten Zahlen

Der mehrheitlich private Bahnbetreiber Westbahn hat es seit seiner Gründung bisher nicht in die Gewinnzone geschafft. Den größten Anteil am Unternehmen hält die Haselsteiner Familienprivatstiftung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner (Strabag).

Die mehrheitlich private Westbahn hat auch im Jahr 2017 wieder einen Verlust eingefahren. Laut der im Wirtschafts-Compass veröffentlichten Bilanz waren sowohl die Muttergesellschaft Rail Holding AG als auch die operative Tochtergesellschaft Westbahn Management GmbH in den roten Zahlen, berichtet die "Presse". Seit der Gründung ist das Unternehmen in den roten Zahlen.

Die Rail Holding vergrößerte ihren Bilanzverlust von 8,7 Mio. im Jahr 2016 auf 9,1 Mio. Euro im Jahr 2017.

Die Westbahn Management Gesellschaft erzielte im Vorjahr mit 60,4 Mio. Euro Umsatz um 3,8 Millionen mehr als 2016. Unterm Strich blieb ein Ergebnis von minus 2,2 Mio. Euro, mit dem Verlustvortrag von 68,1 Mio. Euro ergab das einen Bilanzverlust von über 70 Mio. Euro.

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Westbahn-Chef Erich Forster verweist gegenüber der "Presse" auf die Anfangsverluste, die sich über die Jahre kumuliert haben. Die hohen Investitionen in die Zugsflotte konnten durch das laufende Geschäft nicht eingespielt werden. 2017 nutzten knapp fünf Millionen Kunden die Westbahn im Fernverkehr. Heuer sollen es bis zu siebeneinhalb Millionen werden.

Die Westbahn fährt seit Dezember 2011 auf der Strecke zwischen Wien und Salzburg und macht dort den Bundesbahnen (ÖBB) auf der Schiene direkte Konkurrenz. An der Westbahn-Muttergesellschaft Rail Holding halten die Haselsteiner Familienprivatstiftung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner 49,9 Prozent, die Schweizer Augusta Holding des Unternehmers Erhard Grossnig 32,7 Prozent und die französische Staatsbahn SNCF 17,4 Prozent. (apa/red)

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