Autoindustrie

Werke von BMW in England werden bestreikt

Mitarbeiter in drei Werken von BMW in England haben ihre Arbeit niedergelegt, um gegen die Kürzung von Sozialleistungen zu protestieren. Weitere Streiks im Mai sollen folgen. Für den Hersteller ist es der erste Arbeitskampf im Vereinigten Königreich.

BMW Automobilindustrie Mitarbeiter Streik Großbritannien

Aus Protest gegen drohende Kürzungen bei ihrer betrieblichen Altersvorsorge haben Mitarbeiter von BMW in drei britischen Werken des Autobauers die Arbeit niedergelegt. Streiks begannen diese Woche in Fabriken in Cowley und Swindon in Südengland sowie in Hams Hall im Zentrum des Landes, wie die Gewerkschaft Unite und der deutsche Autobauer mitteilten. In Cowley nahe Oxford stand die Produktion des Modells Mini still. INDUSTRIEMAGAZIN.at berichtete im Vorfeld darüber, dass sich Streiks abzeichnen.

Sieben weitere Streiktage sollen folgen

Zu dem Arbeitskampf hatte die Gewerkschaft Unite aufgerufen. Nach der ersten 24-stündigen Aktion diese Woche sollen bis Ende Mai sieben weitere Streiktage folgen. Es ist das erste Mal, dass BMW in Großbritannien mit Streiks konfrontiert ist. Die Mitarbeiter protestieren mit ihrem Ausstand gegen die Pläne des Autobauers, das System zur Altersvorsorge für die Angestellten umzubauen.

Unite zufolge sind rund 5.000 Angestellte von den Änderungen betroffen, einige von ihnen könnten dadurch umgerechnet bis zu 190.000 Euro verlieren. BMW bedauerte den Streik und rief zu weiteren Gesprächen auf. Das derzeitige System zur Altersvorsorge sei für beide Seiten nicht mehr tragbar, erklärte das Unternehmen. (afp/apa/red)

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