Automatisiertes Fahren

Wenn das Roboterauto menschliche Hilfe braucht

Um selbstfahrende Autos besser in den Straßenverkehr zu integrieren, müssen einige alltägliche Hürden überwunden werden. Dazu müssen Roboterautos etwa mit menschlichen „Betreuern“ kommunizieren können.

Nissan-Chef Carlos Ghosn will das Roboterauto besser in den Straßenverkehr integrieren.

Nissan will verstärkt an der Integration von Roboterwagen in den Straßenverkehr arbeiten. Dabei gehe es darum, den selbstfahrenden Autos die Anpassung an unerwartete Situationen und das Zusammenspiel mit menschlichen Fahrern zu erleichtern, sagte Nissan-Chef Carlos Ghosn auf der Technik-Messe CES in Las Vegas.

Im Alltag komme es vor, dass der Weg blockiert sei - und ein Fahrer dann über eine durchgezogene Linie auf die andere Fahrseite ausweiche, erläuterte der Chef des Nissan-Forschungszentrums im Silicon Valley, Maarten Sierhuis. Oder man müsse auf Aufforderung eines Polizisten auf Rot durchfahren. Beides sei für einen Roboterwagen ein grundsätzliches Tabu, betonte Sierhuis.

Nissan dachte sich für solche Fälle folgende Lösung aus: Wenn das selbstfahrende Auto nicht mehr weiterweiß, kontaktiert es einen menschlichen Betreuer in einem Kontrollzentrum, der anhand der Daten von Sensoren und Kameras des Fahrzeugs die Situation einschätzt. Dann übermittelt er einen neuen Fahrweg per Funk an das Auto. An dem System arbeiten will Nissan auch im Rahmen geplanter Tests von Robotertaxis im Großraum Tokio gemeinsam mit dem japanischen Internet-Konzern Dena. (apa/dpa)