Stahlindustrie

Weltweite Erzeugung von nichtrostendem Stahl sinkt

Weltweit gibt es einen leichten Rückgang bei der Erzeugung von nichtrostendem Stahl. Die Zahlen für die einzelnen Regionen fallen jedoch sehr unterschiedlich aus. Hier die Details.

Weltweit ist die Erzeugung von nichtrostendem Stahl in den ersten drei Quartalen 2015 gegenüber dem selben Zeitraum des Vorjahres um einen halben Prozent gesunken. Das teilt der in Brüssel ansässige Interessensverband International Stainless Steel Forum (ISSF) mit.

Laut den Daten des ISSF war die Entwicklung in den einzelnen Regionen der Welt relativ ungleich verteilt. So war der Rückgang in Mitteleuropa und Osteuropa mit über sieben Prozent am stärksten. Die Produktion in China legte leicht um 0,7 Prozent zu, die Produktion in den beiden Kontinenten Amerikas erreichte sogar ein Plus von 2,3 Prozent - bleibt allerdings weiter auf einem vergleichsweise bescheidenen Niveau. Genauere Daten zu den Regionen der Welt sind vorerst nicht verfügbar.

Auch Produktion von Rohstahl sinkt

Zugleich geht auch die Produktion von Rohstahl weltweit zurück. Dabei fallen die Rückgänge in Europa sogar vergleichsweise milde aus - und unter den großen Herstellerländern verzeichnet ein einziges Land ein Plus. Die aktuellen Marktdaten zur Produktion von Rohstahl hier im Überblick.

Für China erwartet zugleich ein staatliches chinesisches Institut für Industriestuden, dass die Produktion von Rohstahl im kommenden Jahr deutlich sinken wird. Grund seien die enormen Überkapazitäten. Mehr zu dieser Prognose hier.

Nichtrostender Stahl: Die ISSF-Daten im Einzelnen

Hier nach den Zahlen des ISSF die weltweite Erzeugung von nichtrostendem Stahl in den ersten neun Monaten der Jahre 2014, 2015 und die Veränderung in Prozent:

Weltweit       31,426       31,277       - 0,5 Prozent

China       16,022       16,130       + 0,7 Prozent

Asien ohne China       7,132       7,069       - 0,9 Prozent

Westeuropa und Afrika       5,963       5,734       - 3,8 Prozent

Zentraleuropa und Osteuropa       213       198       - 7,1 Prozent

Nord- und Südamerika       2,097       2,146       + 2,3 Prozent

(red)