Welser "Tiger Coatings" künftig auch in West-China

Der weltweit agierende Welser Hersteller von Industrielacken, "Tiger Coatings", ist künftig auch in West-China vertreten. Zusätzlich zu einer gerade erst um 8 Millionen Euro errichteten Produktionsstätte in Shanghai wird ein neues Werk in Chengdu ab November Pulverlacke für die Industrie erzeugen.

Das berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (Freitag-Ausgabe). Geschäftsführer Clemens Steiner wird von der Zeitung mit dem Argument zitiert, der Küstenstreifen im Osten Chinas sei gut industrialisiert, nun folge man dem Trend der Westmigration. Produzierende Unternehmen würden ihre Stätten vom Osten in den Westen Chinas verlagern, weil es dort großes Marktpotenzial und niedrige Arbeitskosten gebe. "Wir gehen mit unseren Kunden, um sie schnell genug beliefern zu können". Ab November soll das neue, 3.200 Quadratmeter große Werk in Chengdu mit 25 Mitarbeitern produzieren. Die nicht genannte Investitionssumme werde aus dem Cash-Flow finanziert.

Im laufenden Geschäftsjahr will Tiger 175 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften - plus 15 Prozent gegenüber 2010. Damit liege das im Eigentum der Familie Berghofer befindliche Unternehmen über dem Vor-Krisen-Niveau von 2008 (170 Millionen). Das Betriebsergebnis sei laut Steiner gut. Die hohen Rohstoffkosten würden sich aber bemerkbar machen. Im vergangenen Jahr wurde die Zahl der Mitarbeiter von 900 auf 1.000 gesteigert, hauptsächlich in China. In Wels sind 400 Personen beschäftigt. Tiger Coatings hat 11 Produktionsstätten und 50 Vertriebsniederlassungen weltweit. Die Exportquote beträgt 70 Prozent, die Forschungsquote 5 Prozent vom Umsatz. (APA/red)

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