Chemische Industrie

Welser Lackhersteller Tiger: Rohstoffpreise drücken auf den Gewinn

Der Welser Lackhersteller Tiger meldet für 2017 einen höheren Umsatz, aber weniger Gewinn - weil die Rohstoffe der Branche immer teurer werden. Nach Investitionen in Maschinen planen die Welser nun mehr Mittel für Gebäude und Hochregallager ein.

Das ist ein Symbolbild.

Der Lackhersteller Tiger Coatings mit Zentrale in Wels hat seinen Umsatz 2017 um 1,3 Prozent auf 309 Mio. Euro gesteigert. Der Gewinn, den das Familienunternehmen nicht bekannt gibt, ist wegen der höheren Rohstoffpreise aber gesunken, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten".

Werk in Los Angeles geschlossen

In Europa liefen die Geschäfte demnach gut. In Asien, vor allem in China, war das Wachstum etwas geringer. In den USA, wo man gespannt die Freihandels-Gespräche mit Kanada und Mexiko verfolgt, wurde das Werk in Los Angeles aufgelassen. Die Kapazitäten wurden aus logistischen Gründen in das Werk in Chicago integriert, so Tiger-Geschäftsführer Clemens Steiner im Gespräch mit der Zeitung.

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Bei den Investitionen will Tiger nun noch etwas kräftiger als angekündigt in die Tasche greifen: Nach 30 Mio. Euro, die seit 2014 vor allem in Maschinen gesteckt wurden, folgen nun noch Ausgaben vorrangig in Gebäude: 7 Mio. Euro fließen in ein Hochregallager, 9 Mio. Euro sind für Qualitätssicherung, Sozialräume, Büros und den Bereich der digitalen Tinten vorgesehen. Das 2014 gestartete Projekt soll heuer abgeschlossen sein, dann will man insgesamt 46 Mio. Euro investiert haben.

Tiger beschäftigt weltweit 1.310 Personen, davon 527 in Österreich

Die Schließung der Heimwerkersparte gegen Ende 2017 habe sich noch nicht ausgewirkt, hieß es bei dem Unternehmen. Aber diese habe ohnehin nur einen kleinen Teil - etwa 2,5 Prozent - des Gruppenumsatzes ausgemacht.

Zwischenzeitlich waren deswegen 35 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet worden, etwa zwei Drittel seien aber wieder in anderen Unternehmensbereichen untergekommen, teilte die Firma auf APA-Anfrage mit.

Der Personalstand in Wels ist somit sogar gestiegen - von 472 zum Stichtag 2016 auf 527. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 1.310 Personen. (apa/red)