Bauwirtschaft

Weitere Schlappe für Michael Tojner: Wiener Gericht lehnt Beschwerde ab

Laut einem Medienbericht ist Christian Hosp, ein Vertrauter des Investors Michael Tojner, mit einer Beschwerde gegen die Stadt Wien vor dem Wiener Verwaltungsgericht abgeblitzt. Demnach hat das Gericht bestätigt, dass millionenschwere Deals rückabzuwickeln seien.

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Rund um den Investor Michael Tojner gibt es eine weitere Schlappe. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet, sei der Tojner-Vertraute Christian Hosp mit einer Beschwerde gegen die Stadt Wien vor dem Verwaltungsgericht Wien in wesentlichen Punkten abgeblitzt. In dem Fall geht es um einen Streit um die Sozialwohnungen der WBV-GFW (früher WBV-GÖD).

Laut "profil" bestätigt das Gericht in seiner Entscheidung vom 25. Juni, wonach in der Causa WBV-GFW Verkäufe rückabzuwickeln seien. Das hatte bereits die Stadt Wien vergangenen September per Bescheid entschieden. Die Eigentümer des Unternehmens - unter anderem der Tiroler Hosp, der als enger Geschäftspartner von Tojner gilt - hatten aber eine Beschwerde dagegen eingebracht.

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Der "profil"-Aussendung zufolge müssen zwei Anteilsübertragungen der vergangenen Jahre - zunächst an die Keystone Holding SA, danach an die Christian Hosp GmbH - rückgängig gemacht werden, so das Erkenntnis. Die Beschwerde werde in diesem Punkt "als unbegründet abgewiesen". Zuvor gehörte das Unternehmen Michael Baumgartner und Stefan Gregorich, die es 2015 an Hosp verkauften.

Die ehemalige WBV-GÖD war 2003 von der ÖVP-nahen Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) an ein Konsortium um Baumgartner und Gregorich verkauft worden. Gegen das Erkenntnis des Verwaltungsgerichts kann noch vor dem Verwaltungsgerichtshof eine ordentliche Revision eingebracht werden. Für das "profil" waren die Betroffenen bis zum Redaktionsschluss des Magazins nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, wie es hieß. Für die APA war das Unternehmenabend ebenfalls nicht erreichbar.

Michael Tojner im Visier der Justiz

Auch Tojner selbst ist zuletzt ins Visier der Justiz geraten. Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) rund um die Causa Gesfö und Co Immobilien im Wert von 140 Mio. Euro beschlagnahmt hat. Zuvor hatte es in dem Fall mehrere Hausdurchsuchungen gegeben. Tojners Anwalt hat den Behörden volle Kooperation zu gesichert und die Vorwürfe zurückgewiesen.

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Im Gerichtsbeschluss zu den Beschlagnahmungen heißt es laut ORF-Radio, dass Tojner offenbar über ein weitläufiges und ausgeklügeltes Netz von Gesellschaften verfügt, die zum Teil von Vertrauten und Mitbeschuldigten gehalten werden sowie in seinem Einfluss und Machtbereich stehen. (apa/red)

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