Niederösterreich

Weinviertler Standort des Anlagenbauers Dürr wird geschlossen

Der deutsche Anlagenbauer Dürr will seinen Standort im niederösterreichischen Zistersdorf Ende 2016 schließen. In dem Werk produzieren 85 Mitarbeiter Komponenten für Automobillackierereien und Abluftreinigungssysteme.

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbaukonzern Dürr plant, seinen Fertigungsstandort in Zistersdorf/NÖ zu schließen. Dort produzieren etwa 85 Mitarbeiter Anlagenkomponenten für Automobillackierereien und Abluftreinigungssysteme. Die Produktion in dem 1970 errichteten Werk im Weinviertel werde voraussichtlich im vierten Quartal eingestellt, teilte Dürr mit.

Der Konzern mit der Zentrale in Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg) bestätigte damit auf Anfrage einen NÖN-Online-Bericht. "Dem ist leider so", ließ ein Firmensprecher wissen. Der Grund für die geplante Schließung sei "rein wirtschaftlich, das Werk ist über Jahre defizitär gewesen".

Rund 60 Prozent der Produktion in Niederösterreich gehen nach China

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Rund 60 Prozent der Produktion werden aus Zistersdorf nach China geliefert, dem mittlerweile größten Einzelmarkt des Dürr-Konzerns, hieß es in einer Aussendung. "Die zunehmende Verlagerung der Nachfragemärkte, Veränderungen in der Produktpalette sowie verschärfter Kosten- und Wettbewerbsdruck führen dazu, dass der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich aufrechterhalten werden kann.

Der Export vergleichsweise einfacher Komponenten von Mitteleuropa in andere Märkte lässt sich im Vergleich zu einer lokalen Produktion in diesen Märkten nicht mehr wettbewerbsfähig darstellen." Die bisher im Weinviertel hergestellten Komponenten würden künftig vor allem in China und damit "marktnäher produziert".

"Wir haben lange versucht, das Werk in Zistersdorf auszulasten und dem Kostendruck durch Effizienzsteigerungen entgegenzuwirken. Angesichts der schwierigen Ertragssituation ist die Schließung nun aber unausweichlich", sagte Ralf Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG. Der Abbau der Arbeitsplätze soll "so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden". (apa/red)

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