Stahlindustrie

Wegen Dumpingstahl und Flaute: Arcelormittal senkt Stahlproduktion in Europa

Der weltgrößte Stahlhersteller Arcelormittal reduziert seine Produktionskapazitäten in Europa, darunter an zwei Standorten in Deutschland. Grund sei die schwächere Nachfrage - sowie die weiterhin hohen Einfuhren von Billigstahl aus Übersee nach Europa.

Hier ein Luftbild des zu Arcelormittal gehörenden Standorts in Bremen.

Der weltgrößte Stahlhersteller Arcelormittal schraubt seine Produktionskapazitäten weiter zurück. Es seien weitere Schritte notwendig, um die europäischen Stahlproduktionsmengen auf die weiter schwache Nachfrage anzupassen, teilte der Konzern mit.

Davon betroffen sind den Angaben zufolge in Deutschland die Werke in Eisenhüttenstadt und Bremen. Das Geschäft in Europa sei nach wie vor von einer trägen Nachfrage und hohen Stahl-Importen auf den Kontinent belastet. Dazu: Voestalpine rüstet sich für eine "massiv schlechtere Konjunktur" >>

Bei den Zahlen zum ersten Quartal musste Arcelormittal schon einen Rückgang des operativen Gewinns um mehr als ein Drittel wegstecken. Überkapazitäten und niedrigere Verkaufspreise wegen einer schwächeren Konjunktur sowie steigende Rohstoffkosten belasteten die Ergebnisse, hieß es Anfang Mai. Damals hatte Arcelormittal bereits erste Produktionskürzungen angekündigt: Schwache Stahlnachfrage: Arcelormttal fährt Produktion zurück >>

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(dpa/apa/red)

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