Autoindustrie

Wegen Areva und EDF: Paris überlegt Verkauf der Peugeot-Anteile

Die französische Regierung sucht offenbar nach Geldquellen für den angeschlagenen Atomkonzern Areva und den Stromversorger EDF. Einem Medienbericht zufolge könnte jetzt der Anteil am Autobauer PSA Peugeot Citroen verkauft werden - was aber Chinesen erschweren könnten.

Die französische Regierung denkt einem Medienbericht zufolge über den Verkauf ihrer Beteiligung an PSA Peugeot Citroen nach. Möglich sei auch, dass sich der Staat nur von einem kleinen Anteil an dem Autobauer trenne, berichtet die Zeitung "Les Echos" unter Berufung auf einen Regierungsvertreter.

Die für die Verwaltung der Aktienbestände zuständige Behörde prüfe derzeit alle staatlichen Beteiligungen. Sie sei auf der Suche nach Geldern für den angeschlagenen Atomkonzern Areva und den Stromversorger EDF.

Paris stieg vor zwei Jahren ein - auch chinesische Dongfenf an Bord

Die PSA-Beteiligung könnte für einen Verkauf infrage kommen, da sie kräftig an Wert gewonnen hat. Bisher sei aber noch keine Entscheidung getroffen worden. PSA und das französische Finanzministerium wollten sich nicht dazu äußern.

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Der Staat war zur Rettung des Traditionskonzerns vor rund zwei Jahren mit 800 Millionen Euro eingestiegen. Der chinesische Staatsbetrieb Dongfeng hatte ebenfalls 800 Millionen Euro in den Autohersteller investiert. Diese Beteiligung könnte jedoch einen Verkauf erschweren, schrieb das Blatt. (reuters/apa/red)

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