Beteiligungen

Wegen Amag: B&C schließt eine Vereinbarung mit der Familie Rauch

Die Industrieholding B&C hat eine Aktionärsvereinbarung mit der Esola Beteiligungsverwaltung abgeschlossen. Hinter Esola steht die Vorarlberger Unternehmerfamilie Rauch. Beide halten nun knapp 57 Prozent am oberösterreichischen Aluminiumhersteller. Im Aufsichtsrat der Amag kommt es deshalb zum Wechsel.

Der Amag-Mehrheitseigentümer B&C hat eine Aktionärsvereinbarung mit der Esola Beteiligungsverwaltung der Vorarlberger Fruchtsaft-Unternehmerfamilie Rauch geschlossen, wie B&C mitteilte. Die B&C-Gruppe hält 52,7 Prozent am börsenotierten heimischen Aluminiumhersteller Amag und Esola rund 4,1 Prozent.

Als Teil der Vereinbarung werde Esola den Ex-Daimler-Vorstand Wolfgang Bernhard für den Amag-Aufsichtsrat nominieren. Dieser soll Oberbank-Chef Franz Gasselsberger ablösen, der aufgrund neuer Regeln für Bankvorstände aus dem Amag-Aufsichtsrat ausscheidet. Frühere Meldung zu Bernhard: Daimler hat den bisherigen Lastwagenchef schnell ersetzt >>

Die diesbezügliche Aktionärsvereinbarung zwischen B&C und der Oberbank werde zeitgleich aufgelöst, hieß es in einer Aussendung. "Franz Gasselsberger hat in seiner Funktion als Aufsichtsrat wesentlich an der erfolgreichen Unternehmensentwicklung der Amag mitgewirkt. Wir bedauern sehr, dass er aufgrund der neuen regulatorischen Bestimmungen für Bankvorstände aus dem Aufsichtsrat ausscheiden muss", so Amag-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Krenner.

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Die B&C-Gruppe kontrolliert nach eigenen Angaben künftig mit ihrer eigenen Aktienmehrheit, durch die neue Vereinbarung mit der Esola Beteiligungsverwaltung sowie durch ein bereits bestehendes Syndikat mit der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich insgesamt 73,3 Prozent der Amag-Aktien. (apa/red)

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