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Wechsel an der Spitze des DB-Aufsichtsrats

Nach acht Jahren geht Utz-Hellmuth Felcht, der Aufsichtsratschef der Deutschen Bahn - ein Nachfolger steht schon bereit. Der scheidende Manager blieb in den vergangenen Jahren bei der Bahn nicht ohne Kritik aus dem engsten Umfeld.

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Nach acht Jahren gibt Utz-Hellmuth Felcht sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bahn ab. Der 71-Jährige leitete in Berlin zum letzten Mal die Sitzung des Kontrollgremiums. Seinen Rückzug zum 31. März hatte er bereits im November angekündigt.

Nachfolger soll der bisherige Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Michael Odenwald, werden. Das war aus Regierungskreisen bekanntgeworden. Odenwald soll im April gewählt werden: Deutscher Staatssekretär Odenwald soll Chef des DB-Aufsichtsrats werden >>

Aufsichtsrat und Vorstand des Staatskonzerns würdigten Felcht als jemanden, dem "nicht zuletzt der Kulturwandel im Unternehmen und dem Generationenwechsel in der Führung" besonderes Augenmerk gegolten habe. Felcht war vor seiner Zeit bei der Bahn Manager bei verschiedenen Chemieunternehmen. Fünf Jahre lang führte er als Vorstandschef die Degussa AG.

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Kritik aus dem eigenen Aufsichtsrat

Bei der Bahn wurde Felchts Amtsführung nach der missglückten Vertragsverlängerung für den damaligen Vorstandschef Rüdiger Grube im Januar 2017 kritisiert. Mehrere Aufsichtsratsmitglieder warfen Felcht seinerzeit anonym vor, die entscheidende Aufsichtsratssitzung schlecht vorbereitet und dann nicht im Griff gehabt zu haben.

Vorstandschef Richard Lutz hob dagegen hervor, dass der Eisenbahnfan Felcht "immer ein offenes Ohr für alle Kolleginnen und Kollegen gehabt" habe. (dpa/apa/red)