Bahnindustrie

Wartung von Lokomotiven: Siemens kooperiert mit Japanern

Siemens vereinbart eine Zusammenarbeit mit dem japanischen Lokomotiven-Vermieter Mitsui Rail. Die neue Gemeinschftsfirma will den Lokomotivenbestand in Europa in einem neuen Werk in den Niederlanden betreuen - und hofft nun auf Aufträge von anderen Anbietern.

Bahnindustrie Siemens Mitsui Rail Kooperation Niederlande

Siemens und der japanische Lokomotiven-Vermieter Mitsui Rail tun sich im Wartungs- und Instandhaltungsgeschäft zusammen. In einem Gemeinschaftsunternehmen soll in einem neuen Werk im Rotterdamer Hafen die aus 300 Lokomotiven bestehende Mitsui-Flotte in Europa gewartet werden, wie der Münchner Industriekonzern mitteilt.

Neues Werk für Wartung im Hafen von Rotterdam

Die neuen Partner hoffen aber auch auf Aufträge anderer Anbieter. Mitsui Rail hat sowohl Lokomotiven von Siemens als auch von Bombardier im Bestand.

Das Werk in Rotterdam, wo viele Schienenwege aus ganz Europa zusammentreffen, soll im Sommer 2019 eröffnet werden. Mitsui Rail und Siemens investieren in das Gemeinschaftsprojekt einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

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Eckdaten zur Bahnsparte von Siemens in Österreich

In Österreich ist Siemens insgesamt mit sechs großen Standorten in Wien, Linz, Graz und Weiz vertreten.

In der Bahnsparte betreibt Siemens Österreich zwei große Werke mit insgesamt 2.500 Mitarbeitern. Davon arbeiten rund 1.700 in Wien und bauen dort schwerpunktmäßig Straßenbahnen. Von strategischer Bedeutung im Konzern ist auch das Werk in Graz, in dem Siemens Fahrwerke baut.

(red/reuters/apa)

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